Spritpreise legten im Wochenverlauf weiter zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der seit Ende März bestehende Aufwärtstrend der Spritpreise setzte sich auch in dieser Woche weiter fort. Insgesamt legten die Dieselpreise in den letzten Tagen um weitere gut 0,7 Cent/Liter zu und die Benzinpreise kletterten an den deutschen Tankstellen um weitere gut 0,9 Cent/Liter. Damit sind die Diesel- und Benzinpreise im April bereits um knapp zwei Prozent gestiegen.

An den rund 400 günstigsten Tankstellen konnte Diesel gestern für 1,059 €uro/Liter getankt werden. An den teuersten Tankstellen kostet der Liter Diesel hingegen 1,419 €uro. Bei den Benzinpreise (Super E10) lag die Preisspanne zwischen 1,229 und 1,619 €uro/Liter. Allgemein betrachtet ist der beste Zeitpunkt zum Tanken nach wie vor zwischen 18:00 und 20:00 Uhr. Allerdings kann auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wenn man die richtige Tankstelle wählt.

Außerdem zeigt sich weiterhin, dass die Spritpreise je nach Tankstelle zur gleichen Uhrzeit in einem Umkreis von 10 Kilometern um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen können. Wer also von der Transparenz und dem Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,175 €uro je Liter
- Super: 1,393 €uro je Liter
- E10: 1,372 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,619 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,599 €/l (+ 39 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nachdem die Ölpreise im März kräftig nachgegeben hatten, stand die erste April-Woche am Ölmarkt ganz im Zeichen einer Erholung. Insgesamt legte die Nordsee-Ölsorte BRENT in dieser Woche um rund 2,8 $/b zu und notierte am Freitagmorgen bei 55,5 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI kletterte im Wochenverlauf ebenfalls um spürbare 2,2 $/b und wurde am Freitagmorgen mit 52,3 Dollar/Barrel wieder deutlich über der 50-Dollar-Marke gehandelt.

Nachdem sich Händler im März zurückgehalten hatten, wird am Ölmarkt zurzeit wieder deutlich mehr auf steigende Preise spekuliert. Trotz weiterhin sehr gut gefüllten Öllagerbeständen, einer weiter wachsende US-Schieferölförderung und der Tatsache, dass die Förderkürzung der OPEC bisher nicht dazu geführt, dass das hohe Angebot auf dem Weltölmarkt signifikant zurückgegangen ist, scheinen Anleger wieder risikobereiter zu sein und auf steigende Ölpreise zu setzen. Zudem werden Nachrichten, wie der jüngste Raketenangriff der USA auf Stellungen in Syrien, schnell aufgegriffen um die Ölpreise zu stützen.

Neben der guten Stimmung an den Finanzmärkten werden als Grund für die letzten Preisanstiege häufig auch Spekulationen auf eine Verlängerung, der zunächst bis Juli geltenden Förderobergrenze der OPEC genannt. Allerdings ist die Lage auch hier wenig eindeutig. Zwar haben sich zuletzt immer mehr, der an der Förderkürzung beteiligten Mitgliedsstaaten für eine Verlängerung ausgesprochen, aber ohne Saudi-Arabien, den größten Ölproduzenten der OPEC, ist eine Verlängerung ausgeschlossen. Und bisher haben sich Vertreter Saudi-Arabiens eher kritisch zu einer Verlängerung geäußert, weil von der Förderreduzierung zuletzt vor allem die US-Schieferölindustrie profitiert hat.

Um Rückschlüsse auf die aktuelle Angebotslage am Weltölmarkt ziehen zu können, spielen auch die allwöchentlich bekanntgegebenen Öllagerdaten des amerikanischen Energieministeriums (DOE) eine entscheidende Rolle. In dieser Woche hatte das DOE einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um gut 1,5 Mio. Barrel auf ein neues Rekordhoch von nunmehr 535,5 Mio. Barrel gemeldet. Gleichzeitig war bei den Lagern der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) zwar ein Bestandsrückgang in Höhe von insgesamt 1,1 Mio. Barrel zu verzeichnen, dennoch legten die US-Öllager in Summe auf 927 Mio. Barrel zu, was die Ölpreise zwischenzeitlich unter Druck setzte.

Am Wochenende müssen sich Autofahrer trotzdem auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen, denn zum einen sind die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise insgesamt preistreibend ausgefallen und zum anderen ziehen die Kraftstoffpreise am Wochenende fast immer an.

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