Spritpreise legten am Wochenende wieder zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach den Preisrückgängen der vergangenen Woche, haben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen am verlängerten Wochenende wieder zugelegt. Die durchschnittlichen Benzinpreise legten in Summe um 0,7 ct/l zu, die gemittelten Dieselpreise zogen sogar um knapp einen Cent je Liter an. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel ist auf nunmehr 22 Cent/Liter gesunken. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit 28 Cent/Liter weiterhin sehr hoch, so dass es sich zurzeit besonders lohnt darauf zu achten wann und wo man tankt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,272 €uro je Liter
- Super: 1,492 €uro je Liter
- E10: 1,473 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,419 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,629 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,609 €/l (+ 27 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Kraftstoffpreise werden weiterhin durch den anhaltenden und spekulationsbedingten Aufwärtstrend der Rohölpreise nach oben gezogen. Auch zum Start dieser Woche legten die europäische Leitsorte BRENT wieder um 0,2 $/b zu und stand somit am Montagmorgen bei knapp 67,0 Dollar/Barrel. Nach dem Runter und Rauf der vergangenen Woche bleibt festzuhalten, dass der übergeordnete Aufwärtstrend der Rohölpreise weiterhin intakt ist. Man muss sich wohl von dem Gedanken verabschieden, dass es noch zu einer Down-Korrektur der Rohölpreise kommen wird, denn am Ölmarkt werden die seit Wochen preisdrückenden Meldungen über hohe OPEC-Fördermengen, Rekordzahlen bei den US-Öllagerbeständen und eine hinter den Erwartungen liegende Ölnachfrage weiter ignoriert.

Zwar hat sich der Anstieg der Ölpreise im Mai deutlich abgeschwächt, dennoch ist der Up-Trend nicht gebrochen. Dementsprechend erwarten die meisten Analysten im Jahresverlauf auch weiter anziehende Ölpreise. Ein Hauptthema zur Bewertung der künftigen Angebotslage bleibt der US-Ölmarkt bzw. die dortige Schieferölgewinnung. Am Devisenmarkt spielt ebenfalls der US-Markt eine wichtige Rolle. Hier konnte der €uro zuletzt deutlich gegen die Ölwährung Dollar zulegen, weil die zuletzt belebte US-Wirtschaft etwas an Schwung verloren hat. Trotz dieser für Europäer guten Meldung fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe mäßig aus, so dass sich Autofahrer im Wochenverlauf auf stabile bis leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen. Bei den Benzinpreise ist nach unserer Bewertung immer noch eine spürbare Korrektur nach unten notwendig.

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