Spritpreise kurz vor Rekord-Höchststand - Ölpreise volatil | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 12.03.2026

um 08:52 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Benzinpreise - Trends und Prognosen

Benzinpreise, Dieselpreise, Spritpreise - Zapfsäule mit verschiedenen Spritsorten

Die Spritpreise kennen an den deutschen Tankstellen nur eine Richtung und steigen immer weiter, obwohl sich die Preisvorgaben vom Ölmarkt zuletzt etwas verbraucherfreundlicher gezeigt hatten. In der zurückliegenden Woche sind die Benzinpreise um weitere 7,9 Cent/Liter und die Dieselpreise um 13 Cent/Liter gestiegen. Seit Monatsbeginn steht ein Plus von 24 Cent (Benzin) bzw. 40 Cent/Liter (Diesel) zu Buche. Aktuell kostet ein Liter Benzin (SUPER E5) im bundesweiten Durchschnitt 2,063 €uro und in Liter Diesel muss im Mittel für 2,133 €uro getankt werden. Preise von 2,20 Euro für eine Liter Diesel sind vor allem in den Morgenstunden keine Seltenheit mehr.

Krisenzeiten bleiben für die Mineralölbranche stets die ertragsstärksten Zeiten. Vordergründig lässt natürlich der Krieg im Nahen Osten und die Sperrung der wichtigen Öllieferroute, der Straße von Hormus, die Rohöl- und somit auch die Spritpreise steigen. Allerdings nutzen alle Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Gelegenheit und schlagen nochmal ein wenig auf die sowieso schon steigen Preise auf, was sich in Summe beim Autofahrer massiv auswirkt. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Staat ebenfalls kräftig an den Kraftstoffpreisen mitverdient. Bei Benzinpreisen von zwei Euro pro Liter landen über Energiesteuer, Co2-Abgabe und Mehrwertsteuer rund 1,10 Euro beim Staat. Wenn der Bund also Autofahrern helfen möchte, könnte er dies am schnellsten mit einer Senkung der Steuern und Abgaben erreichen. Allerdings möchte die Regierung grundsätzlich hohe Spritpreise haben, auch wenn viele Politiker jetzt ganz entsetzt sind. Dann über den Preis soll der Wandel hin zur Elektromobilität gelingen.

Nun schiebt die Regierung das Problem der hohen Spritpreise erstmal auf die Mineralölkonzerne ab und führt das österreichische Modell ein, welches Tankstellen nur eine Preisanhebung pro Tag erlaubt. Ein Schritt, der sich positiv auf die Preise an den heimischen Zapfsäulen auswirken kann, aber das grundsätzliche Problem nur nach hinten verschiebt. Autofahrer müssen sich in den kommenden Jahren per se auf Spritpreise von deutlich über zwei Euro pro Liter einstellen und dies ist politisch auch so gewollt. In den zurückliegenden Jahren ist dieser Umstand nur nicht aufgefallen, weil die OPEC-Staaten ihre Ölförderung deutlich erhöht haben und die Ölpreise daher mit 60-80 Dollar/Barrel vergleichsweise niedrig waren. Ölpreise von rund 100 Dollar/Barrel, also der aktuelle Stand, sind aber nicht ungewöhnlich und stellen sogar häufig das Ziel vieler Ölförderländer dar. Hinzu kommt, dass die CO2-Abgabe in den kommenden Jahren mindestens stetig, womöglich sogar sprunghaft steigen wird. Daher werden Spritpreise von über zwei Euro pro Liter die Normalität werden.

Bei den aktuellen Diesel- und Benzinpreisen beträgt der maximale Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen zurzeit relativ normale rund 75 Cent/Liter. Dies bedeutet, dass man am gleichen Tag an den bundesweit günstigsten Tankstellen zum günstigsten Tankzeitpunkt bis zu 75 Cent weniger für einen Liter Kraftstoff zahlt als an den teuersten Tankstellen zum teuersten Tankzeitpunkt. Eine Besonderheit zeigt sich zurzeit bei der durchschnittlichen Preisdifferenz zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin. Aktuell ist der Sortenpreisabstand so zusagen negativ, weil Diesel zurzeit 7,0 Cent/Liter teurer ist als Benzin (SUPER E5).

Die statistisch beste Uhrzeit um günstig zu Tanken lag in der vergangenen Woche zwischen 21:00 und 22:00 Uhr. In dieser Zeitspanne wiesen die meisten Tankstellen den Tagestiefstpreis auf. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich. Besonders in Krisenzeiten lohnt sich ein Vergleich der Tankstellenpreise.

Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 2,133 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 2,063 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 2,004 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,919 €/l zu 2,579 €/l (+ 66 ct/l)

- Superbenzin (E5): 1,889 €/l zu 2,639 €/l (+ 75 ct/l)

- Superbenzin (E10): 1,829 €/l zu 2,579 €/l (+ 75 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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