Spritpreise in den letzten Tagen weiter gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen weiter gesunken. Zwischen Montag und Donnerstag gaben die Benzinpreise und die Dieselpreise jeweils um weitere 0,7 Cent/Liter nach. Die durchschnittlichen Dieselpreise sind damit aktuell sogar auf den niedrigsten Stand seit Mitte Dezember gefallen und auch die Benzinpreise markieren derzeit ein Jahrestief. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) hält sich derzeit bei knapp 20,5 Cent/Liter.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist in den letzten Tagen gesunken, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die günstigsten Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen deutlich zugelegt haben, obwohl der gemittelte Benzinpreis zurückgegangen ist.

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,183 €uro je Liter
- Super: 1,386 €uro je Liter
- E10: 1,367 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,409 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,259 €/l zu 1,619 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,239 €/l zu 1,599 €/l (+ 36 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche haben sich die Ölpreise kam verändert. Erst zum Ende der Woche kam Bewegung in den Ölmarkt, auch wenn die Impulse nicht auf Fundamentaldaten beruhten sondern auf die insgesamt gute Stimmung an den globalen Finanzmärkten zurückgeführt werden konnte. Unterm Strich legten die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI innerhalb von einer Woche dann aber doch um spürbare 2,0 bzw. 2,4 Dollar/Barrel zu. Die Nordsee-Ölsorte BRENT standen somit am heutigen Freitagmorgen 56,3 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 53,9 Dollar/Barrel.

Zur Wochenmitte übersprang der US-Börsenindex Dow Jones zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 20.000 Punkten. Als Grund dafür wurden die ersten Handlungen des neuen US-Präsidenten genannt, die bei Anlegern die Erwartungen stärken, dass Trump sein Wahlversprechen „America first“ einhalten und die US-Konjunktur dadurch spürbar anziehen wird. Für den Weltölmarkt würde eine wachsende US-Wirtschaft einen Anstieg der Nachfrage bedeutet, was sich ebenfalls preisstützend auswirkte.

Neben der erhöhten Kauf- und Spekulationsfreude an den Finanzmärkten waren am Ölmarkt zum Wochenausklang aber auch preismindernde Impulse zu verzeichnen. So übten der erneute Anstieg der US-Öllager und die wachsende Anzahl der aktiven Ölförderanlagen in den USA, Druck auf die Ölnotierungen aus.

Laut den offiziellen Zahlen der US-Regierung zu den amerikanischen Öllagerbeständen legten diese in Summe erneut um deutliche 9,6 Mio. Barrel auf derzeit knapp 911 Mio. Barrel zu. Dabei kletterten sowohl die Rohöllager um 2,8 Mio. Barrel wie auch die Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 6,8 Mio. Barrel. Der Anstieg bei den Benzinvorräten fiel bei den Ölprodukten besonders ins Auge, weil die Raffinerien ihre Auslastung, aufgrund von vorbereitenden Wartungsarbeiten für die Sommerreisezeit, auf 88,3 Prozent reduziert hatten.

Wie stark die Ölpreise von Spekulationen und der Stimmung an den Finanzmärkten abhängen, zeigte sich zum Wochenschluss auch dadurch, dass die Förderkürzung der OPEC erstmals leicht in den Hintergrund trat. Zuvor hatte das Ölkartell bekannt gegeben, dass man die eigene Ölförderung bereits um 1,5 Mio. Barrel/Tag reduziert habe und somit bereits 80 Prozent der vereinbarten Menge in Höhe von 1,8 Mio. Barrel vom Markt genommen hat. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass die Unsicherheit beim Thema Förderreduzierung bei Börsenhändlern abgenommen hat. Allerdings scheint die Umsetzung der Förderreduzierung bereits weitestgehend eingepreist zu sein und die steigende Ölförderung in den USA und bei einigen OPEC-Mitgliedern, die von der Kürzung ausgenommen wurden, könnten einen Anstieg der Ölpreise nach oben begrenzen.

Da sich die Spekulationen auf eine anziehende US-Konjunktur auch auf den €uro-Dollar-Wechselkurs auswirkten und den zuletzt an Wert zulegenden €uro wieder unter Druck setzten, fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise schlecht aus. Autofahrer sollten sich daher am Wochenende auf deutlich steigende Preise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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