Spritpreise im Wochenverlauf weiter gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In den kommenden Tagen können kräftige Preisrückgänge an den deutschen Tankstellen erwartet werden. Bereits in der zurückliegenden Woche sind die Diesel- und Benzinpreise weiter gesunken. Aufgrund eines massiven Preiseinbruchs am Rohölmarkt, werden sich die Preisnachlässe am Kraftstoffmarkt jedoch ausweiten.

Nachdem zuletzt stets die Benzinpreise stärker gesunken waren als die Dieselpreise, war in dieser Woche ein deutlicherer Rückgang bei den Dieselpreisen zu verzeichnen. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) hat sich daher in den letzten Tagen auf gut 19,5 Cent/Liter erhöht.

Obwohl die durchschnittlichen Spritpreise gesunken sind, haben sich die im Tagesverlauf teuersten Preise zuletzt erhöht. Dies ist auch der Grund warum sich die Preisdifferenz zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen auf bis zu 40 Cent/Liter erhöht hat. Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,190 €uro je Liter
- Super: 1,385 €uro je Liter
- E10: 1,364 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,429 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,609 €/l (+ 40 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Genau wie in der Vorwoche sind die Ölpreise im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche spürbar gesunken, was jedoch auch in dieser Woche wieder fast ausschließlich auf die Preisrückgänge der letzten zwei Tage zurückzuführen ist. So brachen die Rohölpreise zwischen Mittwoch und Freitagmorgen um gut sechs Prozent ein, weil ein Abbau bei den globalen Öllagern weiterhin nicht feststellbar ist. Die konstant hohen Öllager deuten darauf hin, dass die Förderkürzung der OPEC bisher nicht dazu geführt, dass das hohe Angebot auf dem Weltölmarkt signifikant zurückgegangen ist.

Aus diesem Grund gerieten die Ölpreise in den letzten beiden Tagen massiv unter Druck und fielen auf den heutigen Freitag sogar auf den niedrigsten Stand seit drei Monaten. So notierte die Nordsee-Ölsorte BRENT am heutigen Freitagmorgen mit 52,4 Dollar/Barrel rund 2,9 $/b niedriger als vor einer Woche. Die US-Ölsorte WTI verzeichnete im Wochenrückblick sogar einen Rückgang in Höhe von gut 3,3 $/b und wurde am Freitagmorgen mit 49,5 Dollar/Barrel zum ersten Mal in diesem Jahr unter der Marke von 50 Dollar/Barrel gehandelt.

Um Rückschlüsse auf das aktuelle Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Ölmarkt ziehen zu können, fokussieren sich Börsenhändler zurzeit auf die Entwicklung der globalen Öllager. Hierbei kommt den allwöchentlich vom US-Energieministerium bekannt gegeben Öllagerdaten der größten Volkswirtschaft der Welt eine repräsentative Bedeutung zu. Und laut DOE verzeichneten die USA in dieser Woche erneut konstante Öllagerbestände. Die Rohöllager wuchsen um kräftige 8,2 Mio. Barrel. Gleichzeitig gingen die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 9,3 Mio. Barrel zurück. In Summe war somit ein leichter Rückgang der gesamten US-Öllager zu verzeichnen, die sich mit gut 939 Mio. Barrel aber weiterhin auf einem sehr hohen Niveau befinden.

Neben den Öllagern wurden die Ölpreise in dieser Woche zudem durch Aussagen saudi-arabischen Ölminister unter Druck gesetzt, der sich gegen eine  Verlängerung der OPEC-Förderobergrenze aussprach. Ein Ende der aktuell gültigen Obergrenze könnte dazu führe, dass es in der zweiten Jahreshälfte wieder zu einer deutlichen Überversorgung des Weltölmarktes und einem erneuten Preiskampf kommen wird.

Für die kommenden Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise eindeutig verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher trotz Wochenende über spürbar fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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