Spritpreise im Wochenverlauf weiter gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der seit nunmehr zwei Wochen laufende Abwärtstrend der Kraftstoffpreise blieb entsprechend den preisdrückenden Vorgaben vom Rohölmarkt im Verlauf der aktuellen Wochen intakt. Nach den Preisrückgängen der vorherigen Tage gaben besonders die Benzinpreise zwischen Dienstag und Donnerstag erneut deutlich nach. So sanken die Benzinpreise in diesem Zeitraum um rund 0,9 Cent/Liter im bundesweiten Durchschnitt und auch die Dieselpreise gaben mit gut 0,6 ct/l weiter nach.

Der durchschnittliche Preisnachlass ist besonders auf den Rückgang der im Tagesverlauf teuersten Spritpreise zurückzuführen, zu den günstigsten Tankzeitpunkten blieben die Kraftstoffpreise hingegen konstant, so dass man in der gesamten Woche Diesel für unter einen €uro je Liter tanken konnte. Durch den stärkeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisabstand zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER auf 20 Cent je Liter gesunken.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,126 €uro je Liter
- Super: 1,326 €uro je Liter
- E10: 1,308 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,299 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,479 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Das Angebot am Weltölmarkt bleibt weiterhin deutlich über der Nachfrage und eine Kürzung der Ölfördermengen durch die OPEC oder andere Ölförderländer ist derzeit nicht zu befürchten. Zwar könnte die relativ teure Schieferölförderung in den USA aufgrund der niedrigen Ölpreise zwangsläufig zurückgehen, aber dafür drängen andere Förderländer mit Förderausweitungen in den Markt und werden diesen Rückgang wohl ausgleichen können. Allen vorweg will der Iran seine aktuelle Ölproduktion verdoppeln und ist dazu, nach der Aufhebung der westlichen Wirtschaftssanktionen, wohl auch kurzfristig in der Lage.

Aus dieser Sicht könnten die Ölnotierungen also auch weiter fallen. Aber viel Platz für weitere Preisnachlässe ist am massiv eingebrochenen Ölmarkt einfach nicht mehr vorhanden. Und so gaben die Rohölpreise gestern nicht weiter nach, obwohl preisdrückende Nachrichten über einen Anstieg der chinesischen Rohöllagerbestände auf den höchsten Stand seit acht Monaten und der Höhenflug des Dollars, dies möglich gemacht hätten. Daher notiert die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT seit nunmehr knapp drei Monaten bei rund 50 Dollar/Barrel oder häufig leicht darunter. Auch am heutigen Freitagmorgen stand BRENT wieder bei 48,4 Dollar/Barrel und damit auf dem gleichen Level wie am Mittwochmorgen. Zwischendurch waren die Ölpreise auf Donnerstag um 0,3 $/b gesunken, aber auf Freitag dann eben so deutlich wieder geklettert.

Am Devisenmarkt wurde der €uro gegenüber der Ölwährung Dollar gestern auf Talfahrt geschickt. Neben guten Konjunkturdaten aus den USA sorgten besonders die Überlegungen des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) das laufende Anleiheprogramm noch auszuweiten, für einen Einbruch der Gemeinschaftswährung. Allerdings will EZB-Chef Draghi erst im Dezember eine Entscheidung über weitere Staatsanleihen-Käufe treffen. Daher beschloss der EZB-Rat gestern vorerst nur den Leitzins weiterhin bei 0,05 Prozent zu belassen und der €uro brach daher auch nur um zwei Prozent auf 1,11 $/€ ein.

Aufgrund der massiven Währungsverluste des €uro, müssen sich Autofahrer am Wochenende allerdings auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Zapfsäulen einstellen. Für einen Wochenendausflug kann es sich daher lohnen den Wagen heute noch voll zutanken.

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