Spritpreise im Wochenverlauf kräftig gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen kräftig gesunken. Besonders die durchschnittlichen Dieselpreise sind mit gut zwei Cent je Liter in den letzten drei Tagen spürbar gesunken. Aber auch die gemittelten Benzinpreise gaben mit 1,8 Cent/Liter deutlich nach.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen ist auf maximal 36 Cent/Liter gefallen. Neben den Preisunterschieden, die sich im Tagesverlauf ergeben, kann an vielen Orten festgestellt werden, dass die Spritpreise in einem Umkreis von 10 Kilometern auch zur gleichen Uhrzeit um bis zu 15 Cent/Liter voneinander abweichen.

Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte darauf achten, wann er welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,162 €uro je Liter
- Super: 1,383 €uro je Liter
- E10: 1,362 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,379 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,589 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,569 €/l (+ 36 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise kennen seit nunmehr zwei Wochen nur eine Richtung, abwärts. Allerdings hat sich die Abwärtsbewegung in der aktuellen Woche deutlich abgeschwächt. So gab die Rohöl-Sorte BRENT im Wochenverlauf nur noch um 1,3 $/b nach und die US-Ölsorte WTI ging lediglich um knapp 0,9 Dollar/Barrel zurück. Die Nordsee-Ölsorte BRENT stand somit am Freitagmorgen bei 51,8 $/b und das amerikanische Leichtöl WTI wurde bei 49,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Die beherrschenden Themen am Ölmarkt bleiben weiterhin die steigende Ölförderung in den USA, gepaart mit hohen Öllagerbeständen und auf der anderen Seite die Möglichkeit, dass die OPEC, die zunächst bis Juli geltende Förderobergrenze in das zweite Halbjahr hinein verlängert. Die Unsicherheit über die weitere Entwicklung am Ölmarkt hat zudem dazu geführt, dass sich viele der Spekulanten, die zwischen Anfang und Mitte April auf steigende Ölpreise gesetzt hatten, zuletzt wieder aus dem Ölmarkt zurückgezogen haben.

Zur Wochenmitte richteten sich die Blicke der Anleger wieder auf den US-Ölmarkt, für den das amerikanische Energieministerium die allwöchentlichen Zahlen bekannt gegeben hatte. Laut DOE war bei den US-Rohöllagerbeständen ein Abbau in Höhe von 3,6 Mio. Barrel zu verzeichnen, was zunächst einen preisstützend Eindruck macht. Bei genauerer Betrachtung fällt jedoch auf, dass die US-Raffinerien mit gut 94 Prozent eine höhere Auslastung aufweisen als die Nachfrage verlangt.

Dementsprechend sind die US-Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) in der vergangenen Woche auch um 5,9 Mio. Barrel gestiegen. Der Rückgang der Rohöllager stellt somit nur eine Verschiebung in die Ölprodukte-Lager da. Unterm Strich sind die gesamten US-Öllager sogar um 2,3 Mio. Barrel auf aktuell gut 920 Mio. Barrel gestiegen. Darüber hinaus hat die US-Ölproduktion den höchsten Stand seit Mitte 2015 erreicht, so dass die Daten vom US-Ölmarkt die Ölpreise letztlich unter Druck setzen.

Neben den Daten vom US-Ölmarkt übt die Zurückhaltung der OPEC und auch Russlands, die zunächst nur bis Juli beschlossene Förderobergrenze in die zweite Jahreshälfte hinein zu verlängern, Druck auf die Ölpreise aus. Obwohl die Ziele, die das Ölkartell mit der Förderkürzung angestrebt hatte, bisher nicht erreicht werden konnten, wollen sich wichtige Förderländern nicht auf eine Verlängerung der Vereinbarung festlegen. Für ein Ja und auch ein Nein gibt es derzeit jeweils Argumente. Eine Entscheidung zur Verlängerung der Förderobergrenze wird das Ölkartell vermutlich auf dem nächsten regulären OPEC-Meeting Ende Mai treffen.

Trotz des spürbaren Preisrückgangs der letzten Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise weiterhin verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher auch am Wochenende über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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