Spritpreise im Wochenverlauf gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Etwas überraschend sind die Spritpreise, trotz schlechterer Vorgaben vom Rohölmarkt, im Laufe dieser Woche gesunken. So gaben die Dieselpreise seit Wochenbeginn im Durchschnitt um gut 0,8 Cent/Liter nach und auch die gemittelten Benzinpreise gingen an den heimischen Tankstellen um 0,6 Cent/Liter zurück.

Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen liegt aktuell bei 34 Cent/Liter. Besonders bei den Benzinpreisen fällt dabei auf, dass sich die günstigsten Angebote an den Tankstellen kaum verändern, egal ob die Vorgaben vom Rohölmarkt günstig oder ungünstig sind. Gerade an den günstigen Tankstellen verändern die Betreiber häufig nur die Preise zu schlechten Tankzeitpunkten.

Autofahrer, die zwar darauf achten wann sie tanken aber nicht bei welcher Tankstelle sie vorfahren, schöpfen somit nicht das gesamte Sparpotential bei den Spritpreisen aus. Wer also vom Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt profitieren möchte, der sollte daher zu jeder Zeit auch die Tankstellen untereinander vergleichen. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auch auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,145 €uro je Liter
- Super: 1,370 €uro je Liter
- E10: 1,350 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,349 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,569 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,549 €/l (+ 34 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Die Ölpreise sind im Verlauf der Woche weiter gestiegen. Trotz eines Rückgangs zur Wochenmitte haben die Ölpreise in den letzten sieben Tagen um knapp vier Prozent zugelegt. Dabei kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT in Summe um 2,0 $/b und wurde am Freitagmorgen bei 52,9 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Ölsorte WTI legte um 1,8 $/b zu und notierte am Morgen bei 49,8 Dollar/Barrel.

Obwohl Saudi-Arabien und Russland zum Start der Woche bereits die Entscheidung zur Verlängerung der OPEC-Förderobergrenze vorweg genommen hatten, hielten sich die Ölpreise vorerst vergleichsweise stabil ohne deutlich nach oben auszubrechen. Ein Grund dafür war die jüngste Kurskorrektur an den Börsen, die aufgrund des politischen Geschehens in Washington vollzogen wurde. So könnten die möglichen Kontakte von US-Präsident Donald Trump zu Russland zu einem Stolperstein werden und das angekündigte, große US-Konjunkturpaket, auf das viele Anleger spekuliert haben, gefährden.

Aufgrund der Börsenkorrekturen herrschte somit auch am Ölmarkt Zurückhaltung, obwohl die Aussichten für Anleger auf steigende Ölpreise zurzeit gut sind. So hatte das amerikanische Energieministerium DOE in dieser Woche einen erneuten Rückgang der gesamten US-Öllager in Höhe von gut 4 Mio. Barrel bekannt gegeben. Die Rohöllager waren um gut 1,7 Mio. Barrel zurückgegangen und die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) sanken um rund 2,4 Mio. Barrel. Der Rückgang der Öllagerbestände lag zwar hinter den Erwartungen von Analysten, dennoch setzte sich der Trend der vergangenen Wochen fort, denn seit ihrem Allzeithoch von Mitte Februar sind die gesamten US-Öllagerbestände um gut vier Prozent auf derzeit gut 908 Mio. Barrel gesunken.

Das wichtigste Thema am Ölmarkt bleibt jedoch die geplante Verlängerung der Förderkürzungen der OPEC und weitere elf Förderländer, unter denen auch Russland ist. Dabei wird die Entscheidung Saudi-Arabiens und Russlands, die Förderreduzierung bis zum Ende des ersten Quartals 2018 zu verlängern, am Ölmarkt positiv aufgenommen. Auch wenn es noch Bedenken gibt, ob eine reine Verlängerung ausreicht um das von der OPEC angestrebte Ziel eines Ölpreises von gut 60 Dollar/Barrel zu erfüllen oder die Disziplin der teilweise zerstrittenen OPEC-Staaten auf längere Sicht ausreichen wird um sich an die jeweiligen Förderobergrenzen zu halten, erwarten die meisten Analysten dennoch eine Einigung auf dem am 25. Mai stattfindenden OPEC-Meeting und somit im Jahresverlauf einen Anstieg der Ölpreise.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise für die kommenden Tage recht neutral aus. Autofahrer sollten sich am Wochenende dennoch auf leicht anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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