Spritpreise im Wochenverlauf geklettert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Laufe der Woche haben besonders die Dieselpreise an den deutschen Tankstellen deutlicher zugelegt als die Benzinpreise. So kletterten die durchschnittlichen Dieselpreise in den letzten zwei Tagen um knapp 0,4 Cent/Liter. Die gemittelten Benzinpreise wiesen hingegen lediglich einen Anstieg von gut 0,1 ct/l auf. Hierdurch ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf gut 19,5 Cent/Liter gesunken. Der Unterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Spritpreisen hält sich weiterhin bei rund 30 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,144 €uro je Liter
- Super: 1,342 €uro je Liter
- E10: 1,324 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,319 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,529 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,509 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem sich die Ölpreise in den letzten Tagen spürbar erholt hatten, gerieten sie am gestrigen Handelstag wieder unter Druck. Der festere US-Dollar und die erneut gestiegenen US-Öllagerbestände sorgten für einen Rückgang der Rohölpreise. So teilte das US-Energieministerium gestern mit, dass nicht nur die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche um knapp 1,0 Mio. Barrel auf 488,2 Mio. Barrel gestiegen sind, sonders dass zusätzlich auch Bestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um insgesamt 3,5 Mio. Barrel angestiegen sind.

Daraufhin gab die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT gestern um 0,3$/b nach. Allerdings konnte damit nicht der Ölpreis-Rückgang von Dienstag kompensiert werden, so dass BRENT im Vergleich zu Dienstag leicht kletterte und am Donnerstagmorgen bei 46 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Heute werden sich die Ölpreise wohl wenig bewegen, da in den USA Thanksgiving gefeiert wird. Insgesamt sorgt jedoch die sehr hohe Angebotslage am Weltölmarkt dafür, dass die Ölnotierungen auf niedrigem Niveau verharren.

Vom Devisenmarkt kamen gestern wieder preissteigernde Impulse für die Spritpreise. So ist der €uro-Dollar-Wechselkurs auf ein 7-Monats-Tief gefallen, nachdem aus Kreisen der Europäische Zentralbank (EZB) erneut eine mögliche, weitere geldpolitische Lockerung in Betracht gezogen wurde. Bedingt durch den fallenden €urokurs und den anziehenden Ölpreisen, fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe schlecht aus. Daher müssen sich Autofahrer zum Wochenende hin wohl auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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