Spritpreise halten am Aufwärtstrend fest

Benzinpreise - Entwicklung

Nach den Pfingstfeiertagen sind die Spritpreise an den deutschen Zapfsäulen zunächst gesunken, legten dann in der zweiten Wochenhälfte jedoch schon wieder zu. So kostete Diesel am gestrigen Donnerstag im Durchschnitt 1,35 €uro/Liter und die gemittelten Benzinpreise (Super E5) standen bei 1,526 €uro/Liter. Damit befinden sich die Diesel- und Benzinpreise weiterhin in der Nähe des höchsten Standes seit Oktober 2014.

Vor allem die preistreibenden Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt haben die Kraftstoffpreise zuletzt deutlich steigen lassen. Insgesamt sind die Ölpreise in den zurückliegenden sechs Wochen um gut zehn Prozent gestiegen und gleichzeitig hat der €uro gegen die Ölwährung US-Dollar rund fünf Prozent an Wert verloren. Im Verlauf dieser Woche hat sich die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT allerdings knapp unter der 80-Dollar-Marke stabilisiert und sogar zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder einen Wochenverlust hinnehmen müssen.

Entwarnung gibt es für Autofahrer bei der aktuellen Ölpreis-Entwicklung jedoch noch nicht. Auch wenn vom US-Ölmarkt in dieser Woche preisdrückende Meldungen kamen und die OPEC signalisiert hat, dass man die künstliche Angebotsverknappung auf dem Weltölmarkt zurückfahren könnte, bleibt dennoch die Unsicherheit über die Entwicklungen in Venezuela und dem Iran vorhanden. In beiden Ländern droht ein Rückgang der Ölexporte, der den Ölpreisen und somit auch den Kraftstoffpreisen an den heimischen Tankstellen wieder Auftrieb geben könnte.

Auch wenn Verbraucher nur wenig Einfluss auf die Preisentwicklungen am Weltölmarkt haben, so kann dennoch jeder Autofahrer entscheiden welche Tankstelle er wann ansteuert und dadurch den Wettbewerb auf dem deutschen Kraftstoffmarkt ankurbeln. Dabei ist das Sparpotential beim Tanken größer als so mancher glaubt. Aktuell sind die Preisunterschiede zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen mit bis zu 50 Cent/Liter so hoch wie noch nie.

Steuert man die richtige Tankstelle in einem Umkreis von 10 Kilometern an, so kann man zur gleichen Uhrzeit häufig bis zu 15 Cent/Liter bzw. gut zehn Prozent sparen. Wenn man bei einer längeren Reise einen 2-Kilometern-Umweg runter von der Autobahn in Kauf nimmt, so beträgt die Ersparnis nicht selten bis zu 30 Cent/Liter, was einer Ersparnis von rund 25 Prozent entspricht. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,335 €uro je Liter
- Super: 1,517 €uro je Liter
- E10: 1,495 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,559 €/l (+ 50 ct/l)
- Super: 1,259 €/l zu 1,699 €/l (+ 44 ct/l)
- E10: 1,239 €/l zu 1,679 €/l (+ 44 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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