Spritpreise halten am Abwärtstrend fest

Benzinpreise - Entwicklung

Das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH), in dessen Begründung darauf verwiesen wird, dass die für Deutschland geplante PKW - Maut gegenüber Fahrzeughaltern aus dem Ausland diskriminierend wäre und somit nicht mit dem EU- Recht zu vereinbaren ist, kam überraschend. Nach dieser Entscheidung aus Luxemburg ist eine Umsetzung der geplanten Maut nicht mehr möglich.

Die Konsequenzen des Rechtsspruches haben vor allem die deutschen Steuerzahler zu tragen. So sind seit Planungsbeginn bereits mehr als 40 Millionen Euro für Gutachten und Beratung ausgegeben worden, wobei die Kosten bis Jahresende sogar noch bis auf 128 Millionen Euro steigen könnten. Aufgrund von bereits im vergangenen Jahr erteilten Zuschlägen für zwei Betreiber, die für die Erhebung und die Kontrolle der Nutzungsgebühr vorgesehen waren, ist aktuell noch unklar, welche finanziellen Ansprüche zusätzlich bedient werden müssen. Experten schätzen, dass die Betreiber in der Vertragslaufzeit von 12 Jahren wohl bis zu zwei Milliarden Euro hätten erhalten sollen. Die betroffenen Unternehmen haben bereits angekündigt, aufgrund der einseitigen Kündigung des Bundesverkehrsministeriums zum 30. September 2019, die Bedingungen für finanzielle Regressansprüche rechtlich prüfen zu lassen.

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen haben sich in der zurückliegenden zehn Tagen zwar nur wenig bewegt, halten jedoch mit einem Rückgang von rund 1,2 Cent/Liter bei dem durchschnittlichen Dieselpreis, und sogar 1,9 Cent/Liter beim gemittelten Benzinpreis (Super E5), tendenziell an der Abwärtsbewegung fest. Im bundesweiten Durchschnitt wurden vergleichbare Benzinpreise (Super E5 und Super E10) zuletzt vor acht Wochen festgestellt. Bei den Dieselpreisen muss für einen vergleichbaren Wert sogar bis Mitte Februar zurückgegangen werden. Weiterhin lohnt es sich für Autofahrer vor dem Tanken darauf achtet, wann man welche Tankstelle anfährt. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter und wenn man eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bis zu 30 Cent/Liter sparen.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um günstig zu tanken zwischen 18:00 und 22:00 Uhr. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken


Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,243 €uro je Liter
- Super: 1,480 €uro je Liter
- E10: 1,457 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,739 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,719 €/l (+ 38 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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