Spritpreise gingen im Wochenverlauf leicht zurück

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Verlauf der Woche sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen leicht gesunken, nachdem sie am vergangenen Wochenende und zum Wochenstart deutlich zugelegt hatten. Zwischen Montag und Donnerstag gaben die Benzinpreise und die Dieselpreise jeweils um 0,3 Cent/Liter nach.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist in den letzten Tagen gestiegen. Auffällig bleibt aber vor allem, dass die Preisdifferenz für Diesel mit 36 Cent/Liter aktuell deutlich geringer ist als der Preisunterschied bei den Benzinpreisen in Höhe von 41 Cent/Liter. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die günstigsten Diesel- und Benzinpreise seit Wochen konstant geblieben sind, sich aber die im Tagesverlauf teuersten Dieselpreise spürbar verringert haben, während sich die teuersten Benzinpreise erhöht haben.

Für Fahrer von Benzin-PKWs bedeutet dies, dass es sich zurzeit besonders lohnt darauf zu achten wann sie welche Tankstelle ansteuern. Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,190 €uro je Liter
- Super: 1,394 €uro je Liter
- E10: 1,375 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,419 €/l (+ 36 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,639 €/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,619 €/l (+ 41 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche sind die Ölpreise insgesamt gestiegen. Zum Wochenbeginn hatten sie zunächst nachgegeben und sich danach kaum bewegt. Ab Mitte der Woche legten die Rohölpreise dann jedoch zu. So kletterte die Nordsee-Ölsorte BRENT im Wochenrückblick um insgesamt 1,8 $/b und stand somit am heutigen Freitagmorgen bei 57 Dollar/Barrel. Die US-Ölsorte WTI legte im selben Zeitraum mit 1,1 $/b etwas weniger zu und wurde am Freitagmorgen bei 54 Dollar/Barrel gehandelt.

Zur Wochenmitte wurden die wöchentlichen Öllagerdaten der USA vom dortigen Energieministerium DOE veröffentlicht und untermauerten den zuvor vom privaten American Petroleum Institut (API) erwarteten, erneut deutlichen Anstieg der US-Öllagerbestände. So meldete das DOE einen Anstieg der amerikanischen Rohöl-Lager in Höhe von 6,5 Mio. Barrel und einen gleichzeitigen Aufbau der Ölprodukte-Lager (Heizöl, Diesel und Benzin) in Höhe von in Summe 5,5 Mio. Barrel.

Die gesamten US-Öllager haben somit um deutliche 12 Mio. Barrel zugelegt und setzen damit den massiven Anstieg der letzten Wochen weiter fort. So sind die US-Öllager in den vergangen fünf Wochen um enorme 57,8 Mio. Barrel auf nunmehr 922,6 Mio. Barrel gestiegen, was trotz der Förderreduzierung der OPEC darauf hindeutet, dass der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist.

Allerdings wurden die Ölpreise von den US-Lagerdaten nur kurz unter Druck gesetzt, weil die zeitgleich veröffentlichten Daten zur US-Ölproduktion durch die Öllagerdaten in den Hintergrund gedrängt wurden. Hier gab es eine kleine Überraschung, denn die zuletzt stetig gestiegene amerikanische Ölproduktion ging in der vergangenen Woche um 0,5 Prozent auf gut 8,9 Mio. Barrel zurück.

Außerdem verkündete der russische Energieminister Nowak, dass Russland, die mit der OPEC besprochenen Förderobergrenze einhalten werde und dass die russische Ölförderung im Januar bereits deutlich zurückgegangen ist. Auch die Fördermengen bei den OPEC-Mitgliedern sind im Januar kräftig gesunken. Laut Aussage des Ölkartells haben die elf an der Förderreduzierung beteiligten OPEC-Staaten ihre Fördermengen im Januar auf 30 Mio. Barrel/Tag abgesenkt und somit bereits gut 80 Prozent der vereinbarten Menge vom Markt genommen.

Eine Erhebung der Nachrichtenagentur Bloomberg kam in dieser Woche zu einem etwas geringeren aber von der Tendenz her ähnlichen Ergebnis. Die große Skepsis der Marktbeobachter, ob es dem Ölkartell gelingen wird, die selbst auferlegte Förderobergrenze einzuhalten, ist daher in den letzten Tagen in eine Überraschung umgeschlagen, dass die Umsetzung anscheinend so reibungslos verläuft. Die stützt die Ölpreise zurzeit und lässt weiter Preisanstiege erwarten.

Auch wenn der zuletzt gestiegene €urokurs preisdämpfend wirkt, sollten sich Autofahrer in den kommenden Tagen auf anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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