Spritpreise gehen in Seitwärtsbewegung über

Benzinpreise - Entwicklung

Die Zeiten, in denen die Tankstellenpächter die aktuellen Spritpreise mithilfe von Leitern und nummerierter Tafeln aktualisierten, sind den meisten Autofahrern noch im Gedächtnis. Seit Anfang des aktuellen Jahrtausends ist jedoch eine Tendenz zu erkennen, in der die zeitlichen Abstände zwischen den Preisanpassungen ab-, und im Gegenzug die Häufigkeit zunimmt. Hierbei helfen den Pächtern vor allem digitale Preistafeln, die zentral gesteuert werden.

Die modernen Preisanzeigen ermöglichen es den Mineralölunternehmen, ihre Preise innerhalb von wenigen Sekunden anzupassen und somit auf wettbewerbsbedingte oder auch geopolitische Situation zu reagieren. Während Kraftstoffverbraucher vor 20 Jahren täglich noch mit zwei bis drei Preisanpassungen gerechnet haben, führen die neuen Möglichkeiten dazu, dass die Preise mindestens neun Mal am Tag geändert werden und die Preisentwicklung eines Tages, dem Verlauf einer Aktie an der Börse ähnelt.

Viele Autofahrer hatten die Befürchtung, dass pünktlich zum Start in die Sommerferien und dem damit verbundenen erhöhten Verkehr auf Deutschlands Straßen, die Spritpreise deutlich anziehen. Doch entgegen dieser Erwartungen, kam es seit Anfang Juni bei allen drei Kraftstoffsorten zu Preisrückgängen. Bei den durchschnittlichen Dieselpreisen kam zu einem Preisrückgang von 3,2 Cent/Liter, und bei den gemittelten Benzinpreisen (Super E5 und E10) wird der Wert vom Dieselpreis sogar fast verdoppelt, sodass eine Preisreduzierung von 6,2 Cent/Liter festzustellen ist. Seit unseren letzten Kraftstoffnews sind die gemittelten Dieselpreise um 0,6 Cent/Liter gestiegen sind und bei den Benzinpreisen gab es eine kontinuierliche Seitwärtsbewegung, sodass weder bei der Sorte Super E5, noch bei der Sorte E10 eine Preisdifferenz zu verzeichnen ist.

Trotz der guten Nachrichten bzgl. der mittelfristigen Entwicklung der Spritpreise, lohnt es sich für Autofahrer darauf zu achten, welche Tankstelle bei der Reise ansteuert wird. Statistisch gesehen hat man die besten Chancen billig zu tanken, wenn man eine Tankstelle zwischen 18:00 und 22:00 Uhr ansteuert. Allerdings weichen auch dann die Preise an den Zapfsäulen zumeist deutlich voneinander ab, zudem bieten einige Tankstellen auch schon zu anderen Zeitprunkten ihre Tagestiefstpreise an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,254 €uro je Liter
- Super: 1,479 €uro je Liter
- E10: 1,456 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,149 €/l zu 1,549 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,739 €/l (+ 38 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,719 €/l (+ 38 ct/l)

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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