Spritpreise gehen in die Seitwärtsbewegung über

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen zwischen Mitte November 2018 und Ende Januar 2019 um massive 22 bzw. 24,5 Cent/Liter gesunken sind, haben sie sich in der ersten Februarwoche kaum verändert. So kostete ein Liter Benzin (Super E5) mit 1,327 €uro am gestrigen Mittwoch in etwa so viel wie zum Monatsbeginn und auch die Dieselpreise haben sich mit aktuell 1,234 €uro/Liter in der zurückliegenden Woche kaum bewegt.

In den kommenden Tagen kann mit einer weiteren Seitwärtsbewegung der Spritpreise gerechnet werden, denn auch am Weltölmarkt haben sich die Ölpreise zuletzt verhältnismäßig wenig bewegt. Zwar hoffen Börsenhändler weiterhin darauf, dass es bald zu einem Ende im Handelskonflikt zwischen den USA und China kommen wird, was der Weltwirtschaft wieder zum Aufschwung verhelfen könnte. Zudem werden die Ölpreise durch die OPEC-Förderkürzung, die Krise in Venezuela und einen langsameren Ausbau der US-Schieferölförderung gestützt, dennoch herrscht am Ölmarkt zurzeit noch Zurückhaltung.

Unabhängig von den Entwicklungen am Weltölmarkt bleibt bei den Spritpreisen an den heimischen Zapfsäulen weiterhin die sehr niedrige Preisdifferenz zwischen den durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise auffällig, die aktuell auf nur noch gut neun Cent pro Liter gesunken ist. Deutlich wird die Veränderung der beiden Kraftstoffsorten vor allem wenn man drei Jahre in die Vergangenheit schaut.

So lag der Preisunterschied zwischen den Diesel- und Benzinpreisen Ende Januar 2016 noch bei rund 28 Cent/Liter. Aufgrund des damaligen Rekordtiefs der Rohölpreise kostete Diesel gut 0,97 €uro/Liter und die Benzinpreise lagen bei gut 1,25 €uro/Liter. Aktuell kostet Benzin rund 8 Cent/Liter mehr als damals, was einem prozentualen Anstieg von knapp sieben Prozent entspricht. Die Dieselpreise haben sich in den zurückliegenden drei Jahren hingegen um 26 Cent/Liter bzw. rund 27 Prozent verteuert.

Benzinpreise - Zahlen

Zudem kann erneut festgestellt werden, dass sich die Preise an den Tankstellen pro Tag immer häufiger ändern und dass dadurch die Preisunterschiede, die sich zwischen den einzelnen Tankstellen und im Tagesverlauf ergeben, ebenfalls größer werden. Daher lohnt es sich immer mehr darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert. Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken liegt nun schon Monaten stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr, jedoch bieten einige Tankstellen auch zu anderen Uhrzeiten bereits Tagestiefstpreise an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,234 €uro je Liter
- Super: 1,327 €uro je Liter
- E10: 1,305 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,539 €/l (+ 41 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,609 €/l (+ 40 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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