Spritpreise gaben zum Wochenstart wieder nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Trotz neutraler Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt sind die Kraftstoffpreise am vergangenen Wochenende gestiegen. Zum Start der neuen Woche drehten die Diesel- und Benzinpreise aber wieder ins Minus. Da sich die Preisbewegungen bei den gemittelten Benzinpreisen gegenseitig aufhoben, kostete Benzin gestern genauso viel wie vor dem Wochenende. Die durchschnittlichen Dieselpreise gaben jedoch stärker nach als sie zuvor zugelegt hatten, so dass zwischen Donnerstag und Montag insgesamt ein leichter Rückgang der Dieselpreise zu verzeichnen war.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten Tankstellen und den günstigsten Angebote an den heimischen Zapfsäulen hat sich am Montag auf bis zu 34 Cent/Liter erhöht. Wer das Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,098 €uro je Liter
- Super: 1,321 €uro je Liter
- E10: 1,303 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/L zu 1,309 €/L (+ 34 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,539 €/L (+ 33 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,519 €/L (+ 33 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Start der neuen Handelswoche haben die Ölpreise ihren laufenden, leichten Abwärtstrend fortgesetzt. Nachdem die Rohölpreise am Montag zunächst mit einem Plus in die Woche starteten, gaben sie im Handelsverlauf nach und standen am heutigen Dienstagmorgen auf dem niedrigsten Stand seit knapp sechs Wochen. So notierte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT am Dienstagmorgen bei 45,8 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 43 Dollar/Barrel gehandelt.

Weiterhin erwarten viel Marktbeobachter nach dem stark spekulationsgetriebenen Preisanstieg im August, eine Preiskorrektur am Ölmarkt nach unten. So rechnen viele Analysten im September mit weiter sinkenden Ölpreisen, weil der Weltölmarkt weiterhin überversorgt ist und viele Ölförderländer innerhalb und außerhalb der OPEC ihre Fördermengen zuletzt stetig ausgeweitet haben oder weitere Fördererhöhungen planen. Es sieht daher zurzeit nicht so aus, als müsste man in diesem Jahr noch mit einem Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Weltölmarkt rechnen. Auch weil die IEA die globale Nachfrageprognose für Rohöl, aufgrund eines "dramatischen" Rückgang der Ölnachfrage in den wichtigen Schwellenländern China und Indien, zuletzt deutlich gesenkt hat.

Vom Devisenmarkt kamen zuletzt stützende Nachrichten für die Kraftstoffpreise. So legte der der Dollardeutlich gegen den €uro zu, weil im Vorfeld zum morgen stattfindenden Meeting der US-Notenbank FED, eine erneute leichte Zinserhöhung in den USA, aufgrund der guten US-Arbeitsmarktzahlen, als wahrscheinlicher angesehen wird. Da FED-Chefin Yellen mit weiteren Zinsschritten jedoch behutsam vorgehen will, könnten die nächsten Schritte auch erst zum Jahresende kommen. So oder so wird bis zum Wochenende wohl Bewegung in den Devisenmarkt kommen.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen zurzeit leicht preisdämpfend aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf wohl auf konstante bis leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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