Spritpreise gaben im Wochenverlauf leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In der ersten Woche des neuen Jahres sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen leicht zurückgegangen. So gaben die durchschnittlichen Dieselpreise zwischen Montag und Donnerstag um knapp 0,5 Cent/Liter ach und die gemittelten Benzinpreise gingen um 0,3 Cent/Liter zurück. Der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (E5) ist mit aktuell 19 Cent/Liter weiterhin sehr niedrig.

Auffällig ist zurzeit die große Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen. Diese ist in den letzten drei Monaten von rund 28Cent/Liter auf derzeit bis zu 41 Cent/Liter stetig gestiegen. Der hohe Preisunterschied zwischen den Tankstellen macht aktuell wieder besonders deutlich, dass es sich lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. So kann ein Umweg von wenigen Kilometern mancherorts zu Ersparnissen von über 15 Cent/Liter führen. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,212 €uro je Liter
- Super: 1,402 €uro je Liter
- E10: 1,383 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,449 €/l (+ 39 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,639 €/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,619 €/l (+ 41 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Auf Wochensicht betrachtet haben sich die Ölpreise kaum verändert. Zwar waren an den meisten tagen leichte Preisanstieg zu verzeichnen, der starke Preisrückgang vom Dienstag gleich dies jedoch wieder aus, so dass beiden Rohöl-Leitsorten im Wochenverlauf lediglich um knapp 0,1 Dollar/Barrel nachgaben. die Nordsee-Ölsorte BRENT notierte somit am heutigen Freitagmorgen bei 56,7 Dollar/Barrel und die US-Ölsorte WTI wurde bei 53,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Am Donnerstag hatte das Department of Energy (DOE) die neuen US-Öllagerdaten veröffentlicht, die einen überraschend deutlichen Rückgang der Rohöllagerbestände in Höhe von 7,1 Mio. Barrel aufwiesen. Gleichzeitig wurde jedoch ein massiver Aufbau der Lagerbestände der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um 18,5 Mio. Barrel festgestellt, so dass die gesamten US-Öllager um kräftige 11,4 Mio. Barrel kletterten. Der in Summe kräftige Anstieg hat sich am Ölmarkt dann auch preisdämpfend ausgewirkt.

Unabhängig vom US-Ölmarkt liegt der Fokus der Börsenhändler aber weiterhin auf der Umsetzung oder dem Scheitern der von insgesamt 20 Ölförderländern beschlossenen Förderkürzung. Sollte in den kommenden Wochen und Monaten kein spürbarer Rückgang des Rohölangebotes verzeichnet werden, dann könnten die Ölpreise wieder nachgeben, denn der jüngste Anstieg der Ölpreise beruht hauptsächlich darauf, dass an den Rohstoffbörsen auf ein Ende der Überversorgung des Weltölmarktes spekuliert wird. Gelingt es der OPEC und anderen Förderländern jedoch das Angebot im ersten Halbjahr 2017 zu verknappen, dann könnten die Ölpreise weiter zulegen.

In der Tendenz werden die Ölpreise zurzeit eher gestützt, weil zurzeit mehr darauf hindeutet, dass sich die beteiligten Förderländer an die getroffenen Absprachen halten. Neben Katar, wo bereits zu Wochenbeginn eine Förderkürzung angekündigt wurde, kamen gestern auch entsprechende Meldungen aus dem Irak. So betonte der Öl-Minister des Irak, dass das OPEC-Mitglied mit der aktuell zweitgrößten Ölproduktion die bestehende Vereinbarung des Ölkartells umsetze und die Öl-Produktion zurückfahre.

Mittel- bis Langfristig sollten sich Verbraucher auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Für die kommenden Tage fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise recht neutral aus. Da jedoch das Wochenende vor der Tür steht können Autofahrer wohl mit leicht steigenden Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen rechnen.

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