Spritpreise gaben am Wochenende nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende hat sich der Preisabstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellen weiter vergrößert. Mit 30 ct/l bei den Dieselpreisen und 29 ct/l bei den Benzinpreisen war der Preisunterschied auf dem höchsten Niveau seit über 20 Monaten. Da jedoch mehr Tankstellen günstigere Kraftstoffpreise angeboten haben, gingen die Spritpreise am Wochenende im Durchschnitt zurück.

Hierbei fiel der Rückgang der Dieselpreise mit gut 0,9 ct/l erneut deutlicher aus als der Nachlass bei den Benzinpreisen in Höhe von rund 0,5 Cent/Liter. Daher ist auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel mit nun 24,5 Cent/Liter auf einen neues Langzeithoch gestiegen. Dies liegt nicht am günstigen Diesel sondern an den aktuell überzogenen Benzinpreisen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,247 €uro je Liter
- Super: 1,491 €uro je Liter
- E10: 1,472 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,429 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,659 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,639 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Auch wenn die Kraftstoffpreise in Summe am Wochenende runtergingen, so war von Samstag auf Sonntag ein Anstieg feststellbar. Dieser kam aus einer Kombination von gestiegenen Rohölpreisen und einem erheblich gegen den US-Dollar eingebrochenen €urokurs. Vor allem die deutlichen Währungsgewinne des Dollars, welche auf erneut gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktzahlen beruhen, wirkten sich auf die Spritpreise aus. Aber auch die europäische Leitsorte BRENT legte auf Montag um 0,8 $/b zu und stand somit am Morgen bei knapp 62,9 Dollar/Barrel.

Am Ölmarkt rückte besonders das am Freitag stattfindende OPEC-Meeting in den Fokus, obwohl von hier keinerlei Neuigkeiten erwartet wurden und letzlich auch nicht kamen. So hält die OPEC weiter an ihrer Förderquote fest, welche nach Aussage des OPEC-Generalsekretärs el-Badri allerdings mehr als Indikator und weniger als eine feste Quote zu verstehen ist. Mit anderen Worten fällt die OPEC innerlich auseinander und jedes Mitglied kann soviel fördern und exportieren wie es möchte. Ein weiteres Thema zur Bewertung der künftigen Angebotslage bleibt der US-Ölmarkt bzw. die dortige Schieferölgewinnung. Diese zeigt sich trotz der niedigen Ölpreise stabil, so dass der Weltölmarkt wohl mittelfristig überversorgt bleiben wird.

Dennoch fallen die kurzfristigen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt für die Spritpreise der kommenden Tage schlecht aus. Autofahrer sollten sich daher im Wochenverlauf auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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