Spritpreise auf Dreieinhalb-Jahres-Hoch

Benzinpreise - Entwicklung

Am vergangenen Wochenende sind die Spritpreise an den deutschen Tankstellen auf den höchsten Stand seit November 2014 gestiegen. Der Durchschnittspreis für Diesel stand am Sonntag bei 1,264 €uro/Liter und die gemittelten Benzinpreise lagen bei 1,440 €uro/Liter. Damit sind die Kraftstoffpreise in gut fünf Wochen um knapp sechs Prozent gestiegen. In Zahlen verzeichneten die Dieselpreise in diesem Zeitraum ein Plus von 6,3 Cent/Liter und die Benzinpreise kletterten um 8,1 Cent/Liter.

Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (Super E5) ist in den vergangenen Wochen gestiegen. Ende März hatte die Preisdifferenz mit 15,8 Cent/Liter noch auf einem Langzeittief gestanden, aktuell beträgt der Unterschied 17,6 Cent/Liter. Für das laufende Jahr ist dieser Wert normal, in den Vorjahren hatte der Preisunterschied jedoch zumeist bei rund 20 Cent/Liter gelegen.

Der Grund für die zuletzt kräftigen Preisanstiege beim Tanken ist weiterhin am globalen Ölmarkt zu finden. Dort wird zurzeit in erheblichem Maße auf steigende Ölpreise spekuliert. Dies alleine lässt die Ölpreise zurzeit schon in ungeahnte Höhen klettern. Hinzu kommt, dass einige Krisen im ölreichen Nahen Osten zurzeit zu eskalieren drohen und Beobachter davon ausgehen, dass die USA daher ihre derzeitige Iran-Politik verändern könnten. Dies könnte zu einem geringen Ölangebot auf dem Weltmarkt führen.

Gleichzeitig hat die OPEC-Allianz ihre laufende Förderkürzung im März erneut ausgeweitet, in den USA steigt die Ölförderung weniger stark als erwartet wurde und die globale Ölnachfrage nimmt aktuell deutlicher zu als angenommen. In diesem Marktumfeld gab OPEC-Leader Saudi-Arabien bekannt, dass man einen Ölpreis von 80 bis 100 Dollar ins Auge fassen wolle und dafür die Zusammenarbeit mit Russland intensivieren will.

Auch wenn Marktbeobachter zurzeit von überbewerteten Ölpreisen sprechen, so sieht es aktuell nicht so aus als ob die Preis für das schwarze Gold bald nachgeben würden. Dementsprechend sollten sich auch Autofahrer zunächst auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Doch wer beim Tanken sparen möchte, der kann dies auch unabhängig von der allgemeinen Preisentwicklung an den Zapfsäulen machen, indem er darauf achtet wann er welche Tankstelle ansteuert. Wo sie zurzeit billiger tanken können, zeigt Ihnen dabei wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,264 €uro je Liter
- Super: 1,440 €uro je Liter
- E10: 1,419 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,069 €/l zu 1,469 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,269 €/l zu 1,659 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,249 €/l zu 1,639 €/l (+ 39 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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