Projektionsbericht: Benzinpreise könnten sehr viel teuer werden | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 06.09.2021

um 10:39 Uhr von Akif Sahin

Benzinpreise - Entwicklung

Die Benzinpreise und Dieselpreise erreichen diese Woche ihr vorläufiges Jahreshoch. Für einen neuen Aufreger kurz vor der Bundestagswahl sorgt der aktuell diskutierte Projektionsbericht des Umweltbundesamtes. Dieser schlägt in einem Entwurf vor, dass die Spritkosten deutlich teurer werden müssten, um die CO2-Ziele der Bundesregierung zu erreichen. Montag früh kostete der Liter Super (E5) 1,657 €uro und der Liter Super (E10) 1,599 €uro. Für Diesel wurden 1,418 €uro fällig.

Rein statistisch waren im August die Benzinpreise und Dieselpreise auf dem höchsten Stand in diesem Jahr. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der September noch höhere Spritpreise mit sich bringt. Ein neues Jahreshoch wurde an den Zapfsäulen für Benzin und Diesel bereits heute früh erreicht. Ein Ende der Preisrally zeichnet sich unterdessen noch nicht ab. Die Benzinpreise könnten in Zukunft noch teurer werden, als bisher angenommen. Darauf deutet ein Entwurf Umweltbundesamtes hin.

Im sog. Projektionsbericht geht es auch um die Einsparungen von CO2-Emissionen im Straßenverkehr. Die Vorgaben und Ziele werden allerdings laut Entwurf weder 2021 noch in den kommenden Jahren eingehalten werden können. Eine Lösung könnte laut Entwurf darin bestehen, die CO2-Preise deutlich anzuheben und damit auch die Spritpreise deutlich zu verteuern. Zuerst hatte das Handelsblatt über den Vorschlag berichtet. Weitere Medien setzten die Anhebung bei 40 Cent bis 70 Cent an. Noch ist aber unklar, ob das Szenario tatsächlich eintritt. Bisher handelt es sich um einen Entwurf, der sich noch in der Ressortabstimmung befindet und vor der Veröffentlichung noch verändert werden dürfte. Hinzu kommt, dass die Szenarien voneinander abhängig dargestellt werden.

Langfristig werden die Benzinpreise und Dieselpreise aufgrund der CO2-Steuer trotzdem steigen. Die Anfang des Jahres von schwarz-rot beschlossene CO2-Abgabe hat die Benzinpreise bereits um rund 7 Cent je Liter verteuert. Bis ins Jahr 2025 soll die CO2-Steuer angehoben werden. Die Spritpreise dürften dann um mindestens rund 14 Cent teurer sein. Im Wahljahr diskutieren die Parteien auch deshalb darüber, wie die Steuer für Entlastungen sorgen soll. Autofahrer können allerdings kaum mit Entlastungen rechnen.

In dieser Woche gehen in den letzten Bundesländern die Sommerferien zu Ende. Kurzfristig dürfte dies an den Zapfsäulen zu einer erhöhten Nachfrage und damit auch noch höheren Spritpreisen führen. Unsere aktuellen Tankstellendaten zeigen dabei weiterhin größere Sprünge nach oben und unten auf. Preisunterschiede um bis zu 10 Cent an ein und derselben Tankstelle pro Tag sind möglich.

Wer clever sein und günstig tanken möchte, nutzt unseren Preis- und Tankstellenvergleich. So finden Sie die nächste Tankstelle und den günstigsten Dieselpreis oder Benzinpreis vor Ort. Für Urlauber und Reiselustige empfiehlt sich unser Routenplaner, mit dem man Zwischenstopps auf der Strecke zum günstigen Tanken einplanen kann. Übrigens: Rein statistisch bleibt aus unserer Sicht die beste Zeit zum günstigen Tanken zwischen 19 und 22 Uhr. Vermeiden Sie es früh morgens zu tanken. Da sind die Preise an den Zapfsäulen durchschnittlich am höchsten.

Benzinpreise - Zahlen

Benzinpreise und Dieselpreise in ihrer Region vergleichen und den günstigsten Spritpreis finden.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,397 €uro je Liter

- Super (E5): 1,622 €uro je Liter

- Super (E10): 1,564 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

 

- Diesel: 1,279 €/l zu 1,739 €/l (+ 46 ct/l)

- Super (E5): 1,499 €/l zu 1,959 €/l (+ 46 ct/l)

- Super (E10): 1,439 €/l zu 1,949 €/l (+ 51 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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