Preisunterschied zwischen Diesel und SUPER steigt weiter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

In den vergangenen zwei Wochen hat sich der Anstieg der Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen abgeschwächt. Dennoch hält besonders bei den Benzinpreisen der seit Anfang Februar laufende Aufwärtstrend an. Die Dieselpreise halten hingegen ihr Preisniveau tendenziell seit dem Preisrückgang vor einem Monat. Daher ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiter gewachsen und liegt aktuell bei über 22 Cent/Liter.

Die Rohölpreise sind zum Wochenauftakt weiter gestiegen, was zu großen Teilen auf Spekulationen und technische Anschlusskäufe zurückzuführen ist. Denn die Fundamentaldaten sprechen weiterhin eine recht eindeutige Sprache. Durch die grundsätzliche Einigung bei den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm, werden dem Ölmarkt in diesem Jahr weitere Ölmengen zur Verfügung stehen. Selbst wenn die US-Fördermengen zurückgehen, was laut Meinung einiger Analysten der Fall sein dürfte, so kann die US-Förderung bei stark steigenden Rohölpreisen auch wieder hochgefahren werden und auch die OPEC könnte ihre Fördermengen bei Bedarf weiter erhöhen um einen Anstieg der US-Förderung zu verhindern. Für den Ölmarkt hätten beiden Szenarien das gleiche Ergebnis: Der Weltölmarkt wird überversorgt bleiben.

Auf der anderen Seite suchen Börsenakteure nach Anlagemöglichkeiten für das aktuell zum Nulltarif zu erhaltene Geld. Eine Anlage in das endliche Produkt Rohöl erscheint hierbei wohl weniger riskant zu sein als andere Spekulationen. Zumindest kletterte die europäische Leitsorte BRENT ohne preistreibende Nachrichten um weitere 1,3 $/b und wurde am Montagmorgen bei 57,9 Dollar je Barrel gehandelt. Am Devisenmarkt steht der €uro wieder unter steigendem Druck gegen die Öl-Währung Dollar und musste seine letzten Gewinne wieder einbüßen. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise für diese Woche eher schlecht aus, so dass sich Autofahrer im Wochenverlauf wohl auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,215 €uro je Liter
- Super: 1,436 €uro je Liter
- E10: 1,417 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,099 €/l zu 1,329 €/l (+ 23 ct/l)
- Super: 1,329 €/l zu 1,559 €/l (+ 23 ct/l)
- E10: 1,309 €/l zu 1,539 €/l (+ 23 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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