Preise an Tankstellen weiter gesunken

Benzinpreise - Entwicklung

Sehr langsam kommen die zuletzt massiv eingebrochenen Rohölpreise auf dem heimischen Kraftstoffmarkt an. So sind die Benzinpreise (SUPER E5) in den vergangenen zwei Wochen um 4,5 Cent/Liter bzw. knapp drei Prozent gesunken und auch die zuvor noch deutlich kräftiger gestiegenen Dieselpreise sind in den zurückliegenden 14 Tagen um 5,5 Cent/Liter bzw. gut 3,5 Prozent gesunken. Zuvor waren die Dieselpreise jedoch zwischen Ende September und Mitte November um beachtliche 13 Cent/Liter bzw. zehn Prozent gestiegen und auch die Benzinpreise legten in diesem Zeitraum um sechs Cent je Liter bzw. vier Prozent zu, obwohl die Preise am Weltölmarkt deutlich gefallen waren.

Der Grund für die Preisanstiege an den Zapfsäulen war auf Logistikprobleme der Mineralölwirtschaft zurückzuführen. Besonders im Süden und Westen Deutschlands kämpfte und kämpft die Branche auch jetzt noch mit einer angespannten Versorgungslage, die auf das anhaltende Niedrigwasser entlang des Rheins, fehlende alternative Transportwege sowie auf zurückliegende Raffinerieausfälle zurückzuführen ist. Dennoch wird viel Kritik an den hohen Spritpreisen laut und teilweise werden auch Vorwürfe erhoben, dass die Preise an den Zapfsäulen unangemessen hoch sind, auch weil die nationalen Öllager zuletzt freigegeben wurden um dem Preisanstieg entgegen zu wirken.

Die Kritik verwundert nicht, denn gemessen an den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnten die durchschnittlichen Benzinpreise zurzeit bei rund 1,41 €uro/Liter liegen anstatt bei den aktuellen 1,52 €uro/Liter. Die Dieselpreise haben sogar ein noch deutlich höheres Korrekturpotential, denn diese könnten im bundesweiten Durchschnitt zurzeit bei rund 1,24 €uro/Liter liegen anstatt den aktuellen 1,40 €uro/Liter. Dies verdeutlicht wie hoch das aktuelle Abwärtspotential der Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen ist, besonders in einigen Regionen im Süden und Westen Deutschlands.

Zudem kann weiterhin festgestellt werden, dass die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Preisen an den Tankstellen mit bis zu 45 Cent/Liter weit über dem Durchschnitt liegt. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert. Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken konnte zuletzt stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr festgestellt werden. Und welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken


Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,401 €uro je Liter
- Super: 1,523 €uro je Liter
- E10: 1,503 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,219 €/l zu 1,669 €/l (+ 45 ct/l)
- Super: 1,349 €/l zu 1,749 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,329 €/l zu 1,729 €/l (+ 40 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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