Preisdifferenz auf 32 Cent/Liter geklettert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf entwickelten sich die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen unterschiedlich. Während die Preise für Diesel zwischen Dienstag und Donnerstag um weitere 0,2 ct/l nachgaben, kletterten die Benzinpreise um 0,2 ct/l. Hierdurch hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten SUPER und Diesel auf 26,5 Cent/Liter und somit dem höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung erhöht. Die Benzinpreise befinden sich mit über 1,50 €/Liter wieder auf dem Niveau von vor dem zweiten Rohölpreiseinbruch im November letzten Jahres. Die Rohölpreise haben sich jedoch bei weitem noch nicht von dem damaligen Einbruch erholt und auch mit dem im Vergleich zum Vorjahr schwächeren €uro lässt sich der Anstieg der Benzinpreise nicht erklären. Zudem driften die Spritpreis an den günstigsten und den teuersten Tankstellen stetig auseinander und haben am gestrigen Donnerstag mit einer Differenz von bis zu 32 Cent/Liter ebenfalls den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung erreicht.

In den letzten zwei Tagen ist die europäische Leitsorte BRENT um 0,4 Dollar je Barrel geklettert und wurde somit am Freitagmorgen bei 64,1 $/b gehandelt. Generell hat sich die Lage am Ölmarkt in den vergangenen Wochen nach zuvor recht turbulenten Monaten wieder sichtlich beruhigt. So übt die sehr gute Angebotslage auf dem Weltölmarkt weiterhin Druck auf die Ölpreise aus und hält Spekulanten von zu ausgeprägten Versuchen ab, die Ölnotierungen nach oben zu treiben. Neben dem Rohölmarkt rückt zurzeit auch immer mehr der Devisenmarkt in den Fokus. Von hier kamen zuletzt zwar überraschenderweise preismindernde Impulse. Insgesamt setzen die griechische Schuldenkrise und die, im Vergeich zum Euroraum, besser in Schwung kommende US-Wirtschaft den €uro jedoch unter Druck, so dass von hier in den kommenden Wochen eher mit preissteigernden Impulsen gerechnet werden muss. Für das Wochenende fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise weniger verbraucherfreundlich aus. Daher müssen sich Autofahrer wohl auf leicht steigende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,237 €uro je Liter
- Super: 1,502 €uro je Liter
- E10: 1,483 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,109 €/l zu 1,429 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,389 €/l zu 1,679 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,369 €/l zu 1,659 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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