Niedrige Spritpreise entlasten Urlaubskassen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Mit Niedersachsen und Bremen haben gestern in den beiden ersten Bundesländern die Sommerferien begonnen. Damit startet in Deutschland nun die Haupturlaubszeit und auch auf den Autobahnen wird es wieder voll werden, denn Urlaub mit dem Auto in vergleichsweise nahe gelegene Urlaubsziele wird immer beliebter.

Da trifft es sich in diesem Jahr doch gut, dass die Diesel- und Benzinpreise pünktlich zum Urlaubsbeginn auf ein neues Jahrestief gefallen sind und auch die Aussichten für die kommenden Tagen durchaus verbraucherfreundlich ausfallen. Die preisdrückenden Vorgaben vom Rohölmarkt wirken sich derzeit entsprechend auf die Preise an den Tankstellen aus und sorgen dafür, dass ein Urlaub mit dem eigenen Auto günstiger wird.

So sind die durchschnittlichen Benzinpreise gestern auf 1,34 €uro/Liter und die gemittelte Dieselpreise auf 1,11 €uro/Liter gesunken. An den 140 günstigsten Tankstellen konnte man Diesel gestern für wieder 0,999 €uro/Liter tanken und an rund 330 Tankstellen kostete Benzin 1,229 €uro/Liter. An den teuersten Tankstellen musste man jedoch bis zu 1,309 €uro/Liter für Diesel und bis zu 1,549 €uro/Liter für Benzin (Super E5) bezahlen.

Besonders wenn man eine längere Strecke mit dem Auto zurücklegt lohnt es sich einmal zu prüfen wie viel günstiger Tankstellen sind, die nur wenige Kilometer von der Autobahn entfernt liegen. Welche Tankstelle zurzeit die günstigste in Ihrer Nähe oder auf ihrer Reiseroute ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unsere Umkreis- oder Routensuche.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,113 €uro je Liter
- Super: 1,342 €uro je Liter
- E10: 1,321 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,309 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,539 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Nach einem recht stabilen Wochenstart haben die Ölpreise im weiteren Wochenverlauf  ins Minus gedreht und sind deutlich gesunken. Gestern setzte dann zwar eine leichte Gegenbewegung ein, insgesamt gab die Nordsee-Ölsorte BRENT in dieser Woche jedoch um 1,8 $/b nach und wurde am Freitagmorgen mit 45,5 Dollar/Barrel auf einem der tiefsten Stände des laufenden Jahres gehandelt. Auch die US-Ölsorte WTI fiel in dieser Woche um 1,6 $/b und notierte am Freitagmorgen bei 42,9 Dollar/Barrel.

Der Ölmarkt wird weiterhin durch das anhaltende Überangebot an Rohöl dominiert. Zwar hat das Ölkartell die im vergangenen November beschlossenen Förderkürzungen zu mehr als 100 Prozent umgesetzt, dennoch werden die Zweifel der Marktteilnehmer immer größer, dass die Förderkürzung der OPEC und elf weiterer Ölförderländer ausreichen wird um den Markt nachhaltig zu stützen. So sind die Ölpreise aktuell sogar unter das Preisniveau gesunken, welches vor dem OPEC-Beschluss im November vorgeherrscht hatte.

Insgesamt zeichnet sich am Ölmarkt derzeit wieder das Bild einer deutlichen Überversorgung ab. Neben dem Anstieg der OPEC-Ölproduktion, die mit Libyen und Nigeria auf zwei OPEC-Mitglieder zurückzuführen ist, die von der Förderkürzung ausgeschlossen sind, und den weiterhin hohen globalen Öllagerbeständen, befinden sich derzeit viele riesige Öltanker auf den Weltmeeren, die zum Teil als Zwischenlager genutzt werden.

Zudem steigt auch die Ölförderung in den USA weiter an. So meldete die US-Energiebehörde, dass die amerikanische Ölproduktion um weitere 0,2 Prozent auf derzeit 9,35 Mio. Barrel pro Tag gestiegen ist. Zudem ist bei der Anzahl der neuen Ölbohraktivitäten seit 22 Wochen ein konstantes Wachstum feststellbar, welches einen weiteren Anstieg der US-Ölförderung erwarten lässt.

In dieser Woche hatte das Department of Energy (DOE) zwar einen Abbau der US-Öllager gemeldet, aber auch dies konnte die Ölpreise bei der aktuellen Marktlage nicht stützen. Laut DOE waren die Rohöllager in den USA um 2,4 Mio. Barrel gesunken, während die Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um insgesamt 0,6 Mio. Barrel zugelegt hatten. In Summe war also ein Rückgang der gesamten US-Öllagerbestände in Höhe von 1,8 Mio. Barrel auf derzeit 903,5 Mio. Barrel zu verzeichnen.

Der €uro ist zuletzt gegen den Dollar leicht gefallen, hält sich mit klar über 1,11 Dollar/€uro aber insgesamt recht stabil auf einem vergleichsweise hohem Niveau. Somit fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise in den kommenden Tagen weiterhin verbraucherfreundlich aus. Autofahrer können sich in den kommenden Tagen daher wohl über weiter nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

Zurück