Neues Marktmodell lässt Spritpreise stärker steigen | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 02.04.2026
um 08:11 Uhr von tanke-günstig Redaktion
Benzinpreise - Trends und Prognosen
Die Kraftstoffpreise steigen auch zum Aprilstart und mit neuem Marktmodell weiter an. Seit gestern gelten an den deutschen Tankstellen neue Regeln. Es darf nur noch eine Preiserhöhung pro Tag um 12:00 Uhr geben, Preissenkungen sind hingegen jederzeit erlaubt. Natürlich müssen sich erstmal auch die Tankstellen an das neue System herantasten, aber das Fazit von Tag eins mit dem neuen Modell fällt absolut ernüchternd aus. Obwohl sich die Vorgaben vom Ölmarkt in der ersten Wochenhälfte leicht verbessert hatten, sind die Spritpreise erneut deutlich gestiegen. Mit 2,325 €uro ist ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt auf ein neues Allzeit-Rekordhoch gestiegen und ein Liter Benzin (SUPER E5) muss im Mittel für 2,181 €uro getankt werden. Innerhalb eines Monats verzeichnen die Benzinpreise einen Anstieg von knapp 34 Cent/Liter und die Dieselpreise sind um gut 57 Cent/Liter gestiegen.
Das neue Marktmodell hat dazu geführt, dass sich der maximale Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen deutlich verringert hat. Von zuvor rund 70 Cent/Liter auf nunmehr rund 60 Cent/Liter. Leider ist dies darauf zurückzuführen, dass sich die Tagestiefstpreise deutlich erhöht haben und das Tageshoch relativ konstant geblieben ist. Demnach ist Tanken also besonders für Autofahrer, die darauf achten den Tagestiefstpreis zu erwischen, teurer geworden. Das führt uns direkt zu der spannendsten Frage: Zu welcher Uhrzeit ist Tanken mit dem neuen Modell am günstigsten?
Wie bereits erwartet hat sich der statistisch beste Zeitpunkt um günstig zu Tanken auf kurz vor 12:00 Uhr verschoben. Allerdings sollten Autofahrer aufpassen, dass sie nicht zu spät an der Tankstelle sind, denn der teuerste Moment zum Tanken ist kurz nach zwölf Uhr. Vergleicht man die Durchschnittspreise im Zeitraum 11:00 bis 12:00 Uhr mit denen von 12:00 bis 13:00 Uhr, so haben sich die Spritpreise bei der einmaligen Preiserhöhung im bundesweiten Durchschnitt um gut sechs Cent je Liter erhöht. Direkt um 12:00 Uhr sind die Preise zwar um bis zu 23 Cent/Liter gestiegen, dennoch zeigt der Durchschnittswert eine relativ zurückhaltende Preiserhöhung. Die auf Stundenbasis gemittelten Preisrückgänge fielen mit ca. 0,3 Cent/Liter allerdings nach geringer aus. Tendenziell sollten Autofahrer in Zukunft eher vormittags anstatt abends tanken oder erst wieder nach 21:00 Uhr.
Unser Fazit für das neue Marktmodell ist, dass die Kritiker erstmal Recht behalten haben und das Modell offensichtlich nicht der große Wurf ist. Allerdings befindet sich der globale Ölmarkt und somit auch der heimische Kraftstoffmarkt zurzeit in einer ungewöhnlichen Phase, sodass man noch nicht sagen kann, ob das neue Modell in einer normalen Marktphase Vorteile mit sich bringt. An Tag eins sind die Spritpreise aber erstmal überproportional gestiegen. Klar ist damit auch, dass sich die Bundesregierung wohl nicht weiter wegducken kann, sondern mit einer temporären Absenkung von Steuern und Abgaben für Entlastung sorgen muss. Denn es bleibt dabei, dass die Mineralölbranche von Krisenzeiten profitiert, aber kein Unternehmen verdient mit dem Verkauf von Kraftstoffen in Deutschland mehr als der Staat. Bei den aktuellen Benzinpreisen von rund 2,20 Euro/Liter landen über Energiesteuer, Co2-Abgabe und Mehrwertsteuer über 1,30 Euro/Liter beim Staat.
Egal ob mit oder ohne Steuersenkungen, welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.
Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung
Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:
- Diesel: 2,325 €uro je Liter
- Superbenzin (E5): 2,181 €uro je Liter
- Superbenzin (E10): 2,121 €uro je Liter
Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:
- Diesel: 2,159 €/l zu 2,769 €/l (+ 61 ct/l)
- Superbenzin (E5): 2,039 €/l zu 2,649 €/l (+ 61 ct/l)
- Superbenzin (E10): 1,979 €/l zu 2,589 €/l (+ 61 ct/l)
* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.
Heizölpreise in Berlin
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