Mai war teuerster Tank-Monat seit rund drei Jahren

Benzinpreise - Entwicklung

Im Mai mussten Autofahrer beim Tanken im Durchschnitt so tief in die Tasche greifen wie seit rund drei Jahren nicht mehr. Und auch wenn die Spritpreise in den vergangenen Tagen etwas zurückgegangen sind, so sind die Benzinpreise zurzeit immer noch so teuer wie zuletzt im August 2015. Bei den Dieselpreise muss man sogar bis in den November 2014 zurückblicken um ähnlich hohe Durchschnittspreise für den Liter Diesel zu finden wie am gestrigen Montag.

Der Grund für die zwischen Anfang März und Ende Mai kräftig gestiegenen Kraftstoffpreise ist am Weltölmarkt zu finden. Dort waren die Notierungen der Nordsee-Ölsorte BRENT im Mai zeitweise auf über 80 Dollar/Barrel gestiegen. In der ersten Juni-Woche gaben die Ölpreise jedoch etwas nach, weil Saudi-Arabien und Russland ihre Bereitschaft signalisiert hatten, die aktuell laufende Förderkürzung wichtiger Ölförderländer zu lockern.

Zurzeit rätseln Marktbeobachter wie stark eine mögliche Ausweitung der Ölförderung ausfallen könnte. Im Raum standen zuletzt ca. eine Million Barrel pro Tag. Dies würde gut einem Prozent des weltweiten Ölverbrauchs entsprechen und könnte die Ölpreise wieder fallen lassen. Allerdings wurde zuletzt bekannt, dass Saudi-Arabien seine Ölförderung im Mai bereits auf den höchsten Stand des vergangene halben Jahres hochgefahren hatte. Ob es daher zu einer weiteren Erhöhung der OPEC-Ölförderung kommen wird, ist fraglich.

Autofahrer sollten sich in den Sommermonaten daher tendenziell auf stabile Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen. Die gute Nachricht ist, dass die Chance auf leichte Preisrückgänge zurzeit etwas höher ist als das Risiko von wieder anziehenden Spritpreisen. Der Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffsorten Super (E5) und Diesel liegt aktuell bei rund 18 Cent je Liter, was ein vergleichsweise niedriger Wert, im Rückblick die letzten Jahre ist.

Wer beim Tanken sparen möchte, der hat dies auch unabhängig von den Preisentwicklungen am globalen Ölmarkt, selber in der Hand. Steuert man die richtige Tankstelle in einem Umkreis von 10 Kilometern an, so kann man zur gleichen Uhrzeit häufig bis zu 15 Cent/Liter bzw. gut zehn Prozent sparen. Und wenn man bei einer längeren Reise einen 2-Kilometern-Umweg runter von der Autobahn in Kauf nimmt, so beträgt die Ersparnis nicht selten bis zu 30 Cent/Liter, was rund 25 Prozent entspricht.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,296 €uro je Liter
- Super: 1,476 €uro je Liter
- E10: 1,454 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,189 €/l zu 1,559 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,689 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,669 €/l (+ 31 ct/l)

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

 

 

 

Welche Tankstelle zurzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

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