Kraftstoffpreise zum Wochenstart wenig verändert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise haben sich an den deutschen Tankstellen am vergangenen Wochenende unterschiedlich entwickelt. Während die Dieselpreise leicht kletterten, gaben die Benzinpreise ebenso leicht nach. Da die Preisveränderungen jedoch so gering ausfielen, kann zum Wochenstart von insgesamt stabilen Kraftstoffpreisen gesprochen werden. Dementsprechend hat sich auch die Preisdifferenz zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) mit rund 23,5 Cent/Liter kaum verändert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,104 €uro je Liter
- Super: 1,338 €uro je Liter
- E10: 1,320 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,289 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,539 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Rohölpreise in der vergangenen Woche weiter angestiegen waren, haben sie seit Freitagmittag ins Minus gedreht und geben seitdem leicht aber stetig nach. Für Preisdruck sorgen zurzeit der starke Dollar, der die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums senkt, und die Verbesserung der Lage in der kanadischen Ölregion Alberta. Dort konnten die großflächigen Waldbrände weiter eingedämmt werden und die Aussichten stehen gut, dass die kanadische Ölförderung bald wieder auf ihr normales Level steigt. Außerdem wurde gestern gemeldet, dass Iran seine Ölexporte kurzfristig auf 2,2 Mio. Barrel pro Tag erhöhen wird. Diese Faktoren ließen die beiden Rohölleitsorten BRENT und WTI zum Wochenstart um rund einen Dollar je Barrel sinken. Die Nordsee-Sorte BRENT wurde somit am Dienstagmorgen 48,1 Dollar/Barrel gehandelt und US-Sorte WTI stand bei 47,9 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt kennt der Dollar sei Anfang Mai nur eine Richtung, er legt stetig an Wert gegen andere Währungen zu. Eine mögliche Zinsanhebung der US-Notenbank FED schon im kommenden Monat, die durch solide Zahlen vom amerikanischen Arbeits- und Immobilienmarkt gestützt wird, hat dazu geführt, dass der US-Dollar in den vergangenen drei Wochen kräftig an Wert zulegen konnte. Der €uro-Dollar-Wechselkurs ist seit dem um drei Prozent gefallen und stand am Dienstagmorgen bei gut 1,12 Dollar/€uro.

Die Vorgaben für die heimischen Kraftstoffpreise hellen sich zurzeit insgesamt wieder auf. Allerdings sorgt die aktuelle Angebotsverknappungen auf dem Weltölmarkt dafür, dass die Rohölpreise zurzeit nicht noch stärker und anhaltender zurückgehen. Aber auch nach oben ist nach den letzten Preisanstiegen nicht mehr viel Spielraum. So scheint der Rückgang des Angebotes nun ausreichend eingepreist zu sein und ein Sprung über die 50-Dollar-Marke bleibt uns wohl erspart. Dennoch haben sich die Rohölpreise seit Jahresbeginn spürbar erholt und sind seit den Tiefstständen von vor vier Monaten um über 40 Prozent gestiegen, was auch die Kraftstoffpreise um rund zehn Prozent in die Höhe getrieben hat. In den kommenden Tagen können sich Autofahrer nun aber auf stabile bis leicht sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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