Kraftstoffpreise zum Wochenstart gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Start der Woche setzte sich der Anstieg der Kraftstoffpreise vom Wochenende weiter fort, so dass die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise zwischen Donnerstag und Montag um weiter 1,7 bzw. 0,4 Cent/Liter anstiegen. Da der Preisanstieg bei Diesel erneut sehr viel deutlicher ausfiel als bei Benzin, ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiter gesunken und liegt aktuell bei rund 24 Cent je Liter. Der Unterschied zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen an den heimischen Tankstellen liegt weiterhin bei bis zu 40 Cent/Liter. Dies ist darauf zurückzuführen, dass seit Wochen die teuersten Spritpreise eines Tages gleich geblieben und die niedrigsten Spritpreise des Tages spürbar gesunken sind.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,134 €uro je Liter
- Super: 1,375 €uro je Liter
- E10: 1,356 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,399 €/l (+ 39 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,649 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Der Rohölmarkt zeigt sich derzeit von seiner Finanzmarkt-geprägten Seite. Denn die aktuellen Entwicklungen der Rohölpreise haben nichts mit realen Marktveränderungen zu tun sondern beruhen rein auf Spekulationen an den Börsen. Auf dem Weltölmarkt gibt es derzeit weiterhin mehr Öl als benötigt wird und in nächster Zeit ist weder mit einem übermäßigen Anstieg der Nachfrage noch mit einem Rückgang des Angebotes zu rechnen.

Gestützt werden die Ölpreise zurzeit besonders durch die bessere Stimmung an den Börsen in China. Zudem korrigierte gestern die US-Energiebehörde EIA ihre Zahlen zur Ölproduktion in den USA nach unten und die OPEC will wohl Gespräche mit anderen Ölförderländern über "faire Ölpreise" führen. Da selbst innerhalb der OPEC einige Länder nichts von Förderkürzungen wissen wollen und sich derzeit kaum ein Mitglied an die festgelegten Förderquoten hält, ist ein zielführendes Ergebnis dieser angedachten Gespräche äußerst fraglich.

Dennoch stützte die Nachricht die Ölpreise gestern, so dass die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Dienstag um massive vier Dollar je Barrel kletterte und am Morgen bei 52,7 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro gegen die Ölwährung Dollar seit einigen Tagen wieder stabiler und hat somit wenig Einfluss auf die Spritpreise. Insgesamt müssen sich Autofahrer bei den derzeitigen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt jedoch im weiteren Wochenverlauf auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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