Kraftstoffpreise zum Wochenbeginn gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Bundesweite Preisentwicklung an Tankstellen

Nachdem die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen zum Jahresbeginn leicht gestiegen waren, gaben sie zum Start der aktuellen Woche wieder nach. Der Rückgang der Dieselpreise fiel sogar stärker aus als der vorherige Anstieg, so dass Diesel mit im Mittel 1,035 €uro/Liter auf eine neues Langzeittief gefallen ist. Die Benzinpreise gaben hingegen weniger nach als sie zuvor gestiegen waren und haben somit immer noch nicht die Tiefststände von vor einem Jahr unterboten, obwohl dies die Preisvorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt zulassen würden. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiter erhöht, so dass dieser zurzeit bei 25,7 Cent/Liter liegt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,035 €uro je Liter
- Super: 1,292 €uro je Liter
- E10: 1,274 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,209 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,489 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,469 €/l (+ 30 ct/l)


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am gestrigen Handelstag überlagerten die schwachen Konjunkturdaten aus China und den USA die sich verschärfenden Spannungen im Nahen Osten. Somit hat sich der, mit der angespannten politischen Lage im Nahen Osten begründete Anstieg der Rohölpreise nicht als nachhaltig herausgestellt. Im Gegenteil erwarten nun einige Analysten sogar einen Anstieg des Ölangebotes wenn sich der Konflikt zwischen dem Iran und Saudi-Arabien weiter verschärfen sollte. Denn ein Konflikt zwischen Iran und Saudi-Arabien würde am Markt nicht zu weniger sondern zu mehr Öl führen.

Beide Seiten würden die Öleinnahmen für einen militärischen Einsatz benötigen und da der Konflikt nicht direkt in den Ländern ausgetragen wird sondern in den umliegenden Staaten, sind die Ölexporte der Konfliktparteien relativ sicher. Zudem belasten Sorgen um die wirtschaftliche Entwicklung Chinas die Ölnotierungen. Dort fielen nun auch die neuesten Daten für den Einzelhandel schwach aus, nachdem zuvor bereits die Industrieproduktion überraschend stark gefallen war. In der Folge gaben die Rohölpreise in den vergangenen zwei Tagen spürbar nach. Die US-Sorte WTI fiel um insgesamt 1,6 $/b auf 36 Dollar/Barrel am Mittwochmorgen. Fast gleich hoch fiel der Rückgang der europäischen Leitsorte BRENT aus, die seit Montag um 1,5 $/b nachgab und somit am Mittwochmorgen bei 36,4 Dollar/Barrel gehandelt wurde.

Am Devisenmarkt hat der €uro seit Jahresbeginn bereits rund 2 Prozent an Wert gegen den Dollar eingebüßt. Für diese Entwicklung ausschlaggebend sind die unterschiedlichen Ziele der Notenbanken in den USA und Europa. Während die FED die Zinswende im laufenden Jahr weiter vorantreiben will, möchte die EZB die Märkte weiterhin mit billigem Geld fluten um bei der Inflation dem 2-Prozent-Ziel näher zu kommen. Insgesamt fallen die Aussichten für die Kraftstoffpreise heute neutral aus. Autofahrer können sich daher im weiteren Wochenverlauf wohl über stabil niedrige Preise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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