Kraftstoffpreise zum Wochenauftakt nahezu unverändert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach dem Anstieg der Diesel- und Benzinpreise am vergangenen Wochenende, haben sich diese zum Wochenstart wieder stabilisiert. Insgesamt gaben die Spritpreise an den heimischen Tankstellen sogar minimal nach. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER befindet sich weiterhin bei knapp 20 Cent/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,144 €uro je Liter
- Super: 1,342 €uro je Liter
- E10: 1,325 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,339 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,519 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,499 €/l (+ 28 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Trotz des zurzeit starken Dollars und einer überschaubaren Nachrichtenlage legten die Rohölpreise gestern kräftig zu. Hierbei zog die europäische Leitsorte BRENT um insgesamt 1,7 $/b an und kletterte am Mittwochmorgen mit 50,3 Dollar/Barrel sogar auf den höchsten Stand der letzten drei Wochen. Als Grund für den Anstieg wurde von Händlern hauptsächlich eine gestiegene Raffinerie-Auslastung genannt, welche eine höhere Nachfrage nach Rohöl erwarten lässt.

Allerdings scheint es derzeit ebenso wahrscheinlich, dass der Anstieg auf einer Kombination von Spekulationen und automatisierten Anschlusskäufen basiert. So fehlt es aktuell einfach an preistreibenden Nachrichten, die einen solchen Anstieg rechtfertigen würden. Im Gegenteil meldete das American Petroleum Institut (API) gestern einen weiteren Anstieg der US-Rohöllager in Höhe von 2,8 Mio. Barrel. Sollten dieser erneute Lageraufbau der US-Ölbestände heute durch das US-Energieministerium DOE bestätigt werden, so spricht vieles für wieder sinkende Ölpreise in den kommenden Tagen. Denn preisbestimmend wird wohl weiterhin die anhaltende Überversorgung des Weltölmarktes bleiben.

Am Devisenmarkt hat der €uro gestern leicht gegen den Dollar verloren, insgesamt hat sich der €uro-Dollar-Wechselkurs in den letzten zehn Tagen jedoch bei rund 1,10 $/€ eingependelt. Auch wenn die Nachhaltigkeit des Ölpreis-Anstiegs fraglich ist, so werden sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf weiter steigende oder bestenfalls stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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