Kraftstoffpreise zum Jahresende weiter gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Auch wenn sich die niedrigsten Spritpreise an den deutschen Tankstellen zurzeit stabilisieren, so setzt sich der Abwärtstrend der gemittelten Kraftstoffpreise dennoch weiter fort. So gaben die Dieselpreise im Durchschnitt in der vergangenen Woche um weitere 0,5 Cent/Liter nach. Die Benzinpreise gingen sogar um weitere knapp 0,9 Cent/Liter zurück. Da fallende Rohölpreise zumeist schneller bei den Dieselpreisen als bei den Benzinpreisen ankommen, gibt es bei den Benzinpreisen noch etwas Nachholbedarf was die Preisnachlässe angeht. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten Diesel und SUPER (E5) beläuft sich aktuell auf gut 25 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,037 €uro je Liter
- Super: 1,288 €uro je Liter
- E10: 1,269 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,209 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,179 €/l zu 1,459 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,159 €/l zu 1,439 €/l (+ 28 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise sind in der zurückliegenden Woche zunächst klar gestiegen, gestern gaben sie jedoch wieder spürbar nach. Im Vergleich zur Vorwoche notiert die europäische Leitsorte BRENT am heutigen Dienstagnachmittag um gut 0,2 $/b höher und wurde somit bei 36,8 Dollar/Barrel gehandelt. Der Hauptgrund für die vorherigen Preisanstiege war der überraschend starke Rückgang der US-Öllager in der letzten Woche. Morgen werden die neuen Öllager-Daten des US-Energieministeriums DOE veröffentlicht, auch hier rechnet der Markt mit einem erneuten Rückgang der Rohöl-Lagerbestände in den USA. Obwohl die US-Öllager wohl einen weiteren Abbau erfahren, bleibt der Weltölmarkt deutlich überversorgt. Dies war auch der Grund warum die Ölnotierungen gestern wieder zurückfielen. Die OPEC hat ihre Fördermenge nach eigenen Schätzungen weiter erhöht und wenn der Iran in den nächsten Wochen seine Ölvorräte auf dem Weltmarkt anbietet, wird das Angebot weiter steigen.

Auch wenn es das Ziel der OPEC ist, teurere Wettbewerber aus dem Ölmarkt zu drängen, so sind die extrem niedrigen Ölpreise für alle OPEC-Mitglieder ein Problem. Auch Saudi-Arabien leidet mittlerweile unter dem schwachen Ölpreis. So gab die dortige Regierung bekannt, dass das Königreich im Jahr 2016 wohl ein Budgetdefizit von 79 Milliarden €uro haben wird. Das reiche Saudi-Arabien sitzt allerdings auf Währungsreserven in Höhe von fast 730 Milliarden Dollar, so dass es sich der OPEC-Leader leisten kann an seiner Ölpolitik festzuhalten und die Exporte nicht zu drosseln. Außerdem will Saudi Arabien in den kommenden 15 Jahren seine Erdgasfördermengen verdoppeln, um so auch mögliche Ausfälle bei den Erdöleinnahmen leichter kompensieren zu können.

Zur Freude der hiesigen Autofahrer wird die Überversorgung des Weltölmarktes daher wohl auch im Jahr 2016 weiter bestehen. Und da sich auch der €uro zurzeit gegen die Ölwährung Dollar relativ gut behaupten kann, fallen die Vorgaben für die kommenden Tage erneut verbraucherfreundlich aus. Autofahrer können sich daher wohl über weiterhin stabil niedrige oder sogar leicht fallende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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