Kraftstoffpreise zogen im Wochenverlauf an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Laufe der Woche haben besonders die Dieselpreise an den deutschen Tankstellen spürbar zugelegt. So kletterten die durchschnittlichen Dieselpreise in den letzten zwei Tagen um knapp 0,9 Cent/Liter. Die gemittelten Benzinpreise wiesen hingegen lediglich einen Anstieg von knapp 0,2 ct/l auf. Damit korrigieren sich die in den letzten Wochen auf einem sehr hohen Level befindlichen Benzinpreise etwas nach unten und der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel ist auf rund 25,5 Cent/Liter gesunken.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,242 €uro je Liter
- Super: 1,497 €uro je Liter
- E10: 1,478 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,429 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,669 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,649 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Nach dem Preissprung vom vergangenen Dienstag, gab die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT in den letzten Tagen wieder nach. Mit einem Rückgang von insgesamt rund 1,0 $/b konnte der vorherige Anstieg somit zu großen Teilen egalisiert werden, so dass BRENT am Freitagmorgen wieder bei 63,5 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Damit stellte sich der zuvor hauptsächlich spekulationsbedingte Anstieg der Ölpreise glücklicherweise als wenig nachhaltig heraus.

Weiterhin sorgt die sehr hohe Angebotslage am Weltölmarkt dafür, dass es Spekulanten schwer haben einen anhaltenden Ölpreisanstieg zu etablieren. Zudem könnte sich die Angebotslage noch weiter erhöhen, wenn in den nächsten Tagen eine Einigung mit dem Iran über dessen Atomprogramm und ein Ende der Handelssanktionen erreicht wird. Ein weiterer Grund für die derzeitige Zurückhaltung der Trader ist der unklare Ausgang im griechischen Schuldendrama. Nachdem es gestern lange nach einer Einigung aussah, gerieten die Gespräche zuletzt wieder ins Stocken.

Da der Ölmarkt stark von den Finanzmärkten abhängig ist, wirkt sich diese Krise indirekt auch auf die Rohölpreise aus. Vom Devisenmarkt wurden die Spritpreise zuletzt nicht beeinflusst, denn auch hier blicken die Marktteilnehmer abwartend nach Brüssel und Athen, so dass sich der €uro-Dollar-Wechselkurs in den letzten Tagen nicht verändert hat. Bedingt durch die im Vergleich zu Mittwoch wieder gefallenen Ölpreise, fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe recht gut aus. Daher müssten sich Autofahrer am Wochenende zumindest auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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