Kraftstoffpreise zogen erneut kräftig an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

An den deutschen Tankstellen sind die Diesel- und Benzinpreise in den vergangenen zwei Tagen weiter gestiegen. Besonders kräftig fiel der Anstieg bei den Benzinpreisen, die in kurzer Zeit im Durchschnitt um rund einen Cent je Liter geklettert sind. Die Preise für Diesel sind im gleichen Zeitraum hingegen nur um 0,2 Cent/Liter geklettert. Dementsprechend ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER auf aktuell 20,5 Cent/Liter angestiegen, nachdem er von 28 Cent/Liter am Ende Januar diesen Jahres bis zum Anfang der laufenden Woche stetig auf 19,5 Cent/Liter gefallen war.

Auffällig bleibt weiterhin, dass sich die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen auf bis zu 37 Cent/Liter erhöht hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass trotz der im Durchschnitt gestiegenen Spritpreise, die im Tagesverlauf günstigsten Preise an den heimischen Tankstellen konstant geblieben sind und sich nur die teuersten Preise erhöht haben. Wer also zurzeit darauf achtet, wann er welche Tankstelle ansteuert, der kann die jüngsten Preisanstiege umgehen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,048 €uro je Liter
- Super: 1,253 €uro je Liter
- E10: 1,232 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,939 €/l zu 1,279 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,129 €/l zu 1,499 €/l (+ 37 ct/l)
- E10: 1,109 €/l zu 1,479 €/l (+ 37 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Rohölpreise unterlagen auch im Verlauf dieser Woche wieder Schwankungen und fanden keine klare Richtung. Zum Wochenstart notierten die Ölwerte zunächst schwächer, auf Dienstag ging es dann rauf, Mittwoch wieder leicht runter, was sich dann jedoch auch am gestrigen Donnerstag weiter fortsetzte. Begründet wurde der gestrige Rückgang der Rohölpreise vor allem mit den erneut gestiegenen Öllagerbeständen in den USA und dem zuletzt wieder stärkeren Dollarkurs.

So meldete das US-Energieministerium DOE gestern einen erneuten Rekordstand bei den amerikanischen Rohöllagern. Die Rohölbestände waren in der vergangenen Woche um weitere 9,4 Mio. Barrel gestiegen und markieren mit aktuell 532,5 Mio. Barrel wieder ein neues Rokordhoch. Gleichzeitig wurden zwar die Lager der Ölprodukte (Benzin, Diesel und Heizöl) um 3,5 Mio. Barrel abgebaut, dennoch verzeichneten die gesamten US-Öllager unterm Strich ein deutliches Plus in Höhe von knapp 6 Mio. Barrel. Am Devisenmarkt legte der Dollar gegen den €uro in den letzten zwei Tagen um gut einen Prozentpunkt auf nunmehr knapp 0,90 €uro/Dollar zu.

Diese beiden Entwicklungen mussten selbst von den spekulationsfreudigsten Börsenhändlern, die in den letzten Woche die Ölpreise noch oben getrieben hatte, zur Kenntnis genommen werden. In der Folge gab die US-Sorte WTI um 1,7 $/b nach und stand somit am Donnerstagmorgen mit 39,3 Dollar/Barrel wieder unter der 40-Dollar-Marke. Auch die Nordsee-Sorte BRENT ging auf Donnerstag um 1,3 $/b zurück und wurden am Morgen bei 40,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Kurz vor Ostern rückte somit wieder das Überangebot am Ölmarkt stärker in den Vordergrund. Nachdem die Ölpreise in den letzten Wochen deutlich zugelegt hatten, werden nun wieder die Stimmen lauter, die eine Kurskorrektur nach unten für angebracht halten. Dies wurde jedoch auch schon vor einigen Wochen von Analysten verkündet und dennoch legte der Preis an den Börsen weiter zu. Unterstützt wird die Erwartung nach Kursrücksetzer nun aber durch den massiven Anstieg der US-Öllager und dem stärkeren Dollar, der zu einem Rückgang der Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums führt.

Trotz der nun wieder besseren Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt, sollten sich Autofahrer über die Osterfeiertage dennoch auf weiter anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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