Kraftstoffpreise zogen am Wochenende kräftig an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende war ein deutlicher Anstieg der Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen feststellbar. So sind die Diesel- und Benzinpreise um 1,8 bzw. 1,7 Cent/Liter geklettert. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt weiterhin bei knapp 20 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,145 €uro je Liter
- Super: 1,343 €uro je Liter
- E10: 1,325 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,319 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Rohölpreise sind zum Wochenauftakt weiter gestiegen. Zwar sprechen die Fundamentaldaten weiterhin eine recht eindeutige Sprache, dennoch macht sich am Ölmarkt eine leicht preisstützende Stimmung breit. Diese basiert besonders auf Meldungen über ausbleibende Investitionen in Bereich der Ölförderung und einen bald zu erwartenden Rückgang der US-Schieferölförderung.

Allerdings liegt das Angebot auf dem Weltölmarkt weiterhin deutlich über der Nachfrage und ein Rückgang der US-Ölförderung könnte problemlos durch andere Förderländer ausgeglichen werden. Daher ist ein möglicher Preisanstieg klar gedeckelt, so dass die preisstützende Stimmung an den Börsen wohl eher so interpretiert werden kann, dass die Ölpreise auch bei preisdrückenden Nachrichten nicht ins Bodenlose fallen sollen sondern eher auf ihrem aktuellen Preisniveau von rund 50 $/b gehalten werden sollen.

Daher legte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Montag um einen weiteren Dollar je Barrel zu und kletterte am Morgen auf 49,6 $/b. Am Devisenmarkt konnte sich der €uro weiter gegen die Öl-Währung Dollar stabilisieren und wurde am Montagmorgen bei gut 1,10 $/€ gehandelt. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise dennoch eher schlecht aus. daher sollten sich Autofahrer, nach den Preisanstiegen vom Wochenende, auch im weiteren Wochenverlauf auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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