Kraftstoffpreise zogen am Wochenende deutlich an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Februar haben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen einen fulminanten Anstieg vollzogen. So sind die Durchschnittspreise für Diesel in den letzten vier Wochen um knapp 10 ct/l und die Benzinpreise um knapp 9 Cent/Liter gestiegen. Am vergangenen Wochenende legten die Dieselpreise um weiter 0,9 ct/l zu, die Benzinpreise kletterten sogar um gut 1,6 ct/l. Hierdurch ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER wieder auf rund 15,5 Cent je Liter gestiegen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,230 €uro je Liter
- Super: 1,386 €uro je Liter
- E10: 1,368 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,359 €/l (+ 24 ct/l)
- Super: 1,289 €/l zu 1,509 €/l (+ 22 ct/l)
- E10: 1,269 €/l zu 1,489 €/l (+ 22 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Nachdem die Rohölpreise im Februar erheblichen Preisschwankungen unterlagen, scheinen sie sich derzeit zu stabiliseren. So ist die europäische Leitsorte BRENT innerhalb von einer Woche lediglich um rund einen Dollar gestiegen. Auf den heutigen Montag gab BRENT um 0,4 $/b nach und wurde am Morgen bei 62,2 Dollar je Barrel gehandelt. Nun stellt sich die Frage, ob die im Februar um gut 21% gestiegenen Rohölpreise ungerechtfertigt und rein durch Spekulationen in die Höhe getrieben wurden oder ob der fulminanten Preisverfall des vergangenen Jahres doch übertrieben ausgefallen ist und wir in den letzten Wochen daher nur eine Korrektur auf ein Preisniveau beobachten konnten, welches nun den aktuellen Marktgegebenheiten entspricht.Die Meinung der Experten geht hierzu auseinander. Der weiterhin überversorgte Weltölmarkt würde wohl eher für Preisdruck sorgen, andererseits stützen Spekulationen auf einen Angebotsrückgang in den kommenden Monaten die Rohölnotierungen.

Am Devisenmarkt brach der €uro zuletzt massiv gegen die Öl-Währung Dollar ein und sorgte so ebenfalls für einen Anstieg der Spritpreise. Zuletzt übte die Unsicherheit bei der Griechenlandkrise Druck auf die Gemeinschftswährung aus. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Benzinpreise mäßig aus. Dennoch können sich Autofahrer aufgrund des deutlichen Anstiegs vom Wochenende im weiteren Wochenverlauf auf stabile oder nur leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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