Kraftstoffpreise zogen am Wochenende an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Kraftstoffpreise in der vergangenen Woche deutlich gesunken sind, kam es am Wochenende zu den fast schon üblichen Preiserhöhungen. Zum Start der aktuellen Woche gaben die Diesel- und Benzinpreise zwar wieder nach, dennoch war zwischen Donnerstag und Montag in Summe ein Anstieg in Höhe von rund 0,1 Cent/Liter zu verzeichnen. Außerdem haben sich die im Tageverlauf teuersten und günstigsten Spritpreise angenähert. Während die günstigsten Diesel- und Benzinpreise um einen Cent je Liter gestiegen sind, gingen die teuersten Preise an den heimischen Tankstellen um einen Cent je Liter zurück. Auch der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist weiter gefallen und steht mit aktuell gut 21 Cent/Liter auf den tiefsten Stand seit März.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,109 €uro je Liter
- Super: 1,321 €uro je Liter
- E10: 1,303 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/L zu 1,289 €/L (+ 29 ct/L)
- Super: 1,209 €/L zu 1,509 €/L (+ 30 ct/L)
- E10: 1,189 €/L zu 1,489 €/L (+ 30 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Ölpreise haben am Montag leicht nachgegeben und bewegten sich heute Morgen kaum. Insgesamt gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Dienstag somit um knapp 0,2 $/b nach und notierte am Morgen bei 46,4 Dollar/Barrel. Auch die US-Rohölsorte WTI ging mit 0,3 $/b nur leicht zurück und wurde am Dienstagmorgen bei 44,9 Dollar/Barrel gehandelt. Zum Wochenstart gab es kaum impulsgebende Nachrichten. Lediglich vom US-Ölmarkt kamen Zahlen vom Öl-Dienstleisters Baker Hughes, der eine Zunahme der aktiven Ölbohrlöcher in den USA meldete. Dies lässt darauf schließen, dass amerikanische Schieferölunternehmen ihre Anlagen im vergangenen Monat wieder vermehrt in Betrieb genommen haben, weil sie anscheinend mit Rohölpreisen von rund 50 Dollar/Barrel auskömmlich arbeiten können.

Zurzeit spricht einiges dafür, dass die Ölnotierungen weiter unter Druck bleiben werden. So führt die Unsicherheit beim Thema Brexit zu einer Abnahme der Risikobereitschaft von Börsenhändlern, was zu Folge hat, dass sich Anleger aus dem hoch spekulativen Ölmarkt zurückziehen und die Ölpreise unter Druck geraten. Außerdem scheint sich die zuletzt rückläufige Angebotslage auf am Weltölmarkt wieder spürbar zu erhöhen, auch weil sich die Exporte in Nigeria und Kanada wieder normalisieren, nachdem es dort in den letzten Wochen zu außerplanmäßigen Produktionsausfällen, durch Waldbrände und Terroranschläge gekommen war. Dennoch wurde die jüngste Abwärtsbewegung der Ölpreise heute zunächst einmal gestoppt, weil am Ölmarkt mit einem erneuten Rückgang der US-Lagerbestände an Rohöl um etwa drei Mio. Barrel gerechnet wird.

Unterdessen hat sich Saudi-Arabiens neuer Energieminister, Khalid al-Falih, erneut zur weiteren Entwicklung der Ölpreise geäußert. Aus seiner Sicht ist die Zeit der globalen Ölschwemme bereits beendet und nur die weltweit sehr gut gefüllten Rohöllager würden einem Rückgang der Rohölpreise entgegenstehen. Aufgrund der hohen Öllagerbestände erwarte er erst zum Ende des aktuellen Jahres oder im Laufe des kommenden Jahres einen deutlichen Anstieg der Ölpreise. Außerdem warnte er davor, dass anhaltend niedrige Ölpreise zu ausbleibenden Investitionen und einem erheblichen Rückgang des Ölangebots führen werden.

Zum Start der Woche sind die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise neutral ausgefallen. Autofahrer sollten sich daher in den kommenden Tagen auf recht stabile Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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