Kraftstoffpreise wieder gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart erneut leicht nachgegeben. Hierbei sanken die Benzinpreise mit im Durchschnitt knapp 0,8 ct/l etwas deutlicher als die Dieselpreise, die um 0,7 Cent/Liter zurückgingen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel hat sich seit gut einer Woche bei gut 22 Cent/Liter stabilisiert. Auffällig bleibt die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen. Mit einem Preisunterschied von bis zu 42 Cent/Liter lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,149 €uro je Liter
- Super: 1,369 €uro je Liter
- E10: 1,351 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,399 €/l (+ 38 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,649 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,629 €/l (+ 42 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Beginn der Woche sah es am Ölmarkt zunächst so aus als ob sich der anhaltender Abwärtstrend fortsetzen würde, am heutigen Mittwoch wurde der Rückgang der Rohölpreise jedoch erst mal gestoppt und die Ölnotierungen gaben ihre Gewinne vom Vortag wieder ab. So kletterte die europäische Leitsorte BRENT gestern um 1,6 $/b und notierte am Mittwochmorgen mit 47,8 Dollar/Barrel wieder auf dem Preislevel von Montagmorgen.

Die Nachrichtenlage war am gestrigen Handelstag sehr dünn. Zuvor hatte jedoch die renommierte US-Investmentbank Goldman Sachs die Überversorgung des Weltölmarktes als größer bezeichnet als man es sich bisher vorstellen konnte. Durch die stetige Ausweitung der Förderung bei gleichzeitig schwächerer Nachfrage insbesondere auch aus China, prognostizierten Analysten der Bank zuletzt einen Ölpreis von 20 $/b im kommenden Jahr. Für die Auto-Nation Deutschland wäre dies ein traumhafter Zustand, denn dann könnten die Diesel- und Benzinpreise auf 0,8 bzw. gut einen €uro pro Liter sinken.

Allerdings sollte man sich nicht zu früh freuen, denn die Prognosen von Goldman Sachs sind dafür bekannt zumeist übertrieben auszufallen. Daher wird es wohl nicht zu einem Ölpreis von 20 $/b kommen, aber ein Rückgang ist in den kommenden Monaten nicht unwahrscheinlich. Am Devisenmarkt hat der €uro im Wochenverlauf etwas gegen die Öl-Währung Dollar nachgegeben. Dieser Rückgang könnte sich in den kommenden Tagen beschleunigen, wenn FED-Chefin Yellen morgen konkrete Aussagen zum Termin der geplanten Leitzinserhöhung in den USA machen sollte.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise heute nicht mehr so gut aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf stabile bis leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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