Kraftstoffpreise werden wohl wieder steigen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende haben die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen weiter nachgegeben und auch zum Start der neuen Woche setzten sich die Preisrückgänge zunächst weiter fort. In den kommenden Tagen muss jedoch mit anziehenden Spritpreisen gerechnet werden. Insgesamt waren die Dieselpreise zwischen Donnerstag und Montag jedoch um weitere rund 0,4 Cent/Liter zurückgegangen und auch die Benzinpreise gaben um gut 0,2 Cent/Liter nach. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Spritpreisen ist wieder auf rund 30 Cent/Liter gestiegen. Zwar waren die günstigsten Zapfsäulen-Preise gleich geblieben, dafür zogen jedoch die teuersten Preise an.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,116 €uro je Liter
- Super: 1,343 €uro je Liter
- E10: 1,325 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,299 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,529 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,509 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Stimmung am Ölmarkt hat wieder gedreht. Nachdem der drohende Brexit die Börsen insgesamt und somit auch Ölpreise in der vergangenen Woche stark unter Druck gesetzt hatte, haben laut den jüngsten Umfrageergebnissen nun wohl die EU-Befürworter in Großbritannien die Nase vorn. Es bleibt jedoch spannend, da das am Donnerstag stattfindende Referendum wohl sehr knapp entschieden werden wird. An den Börsen scheinen sich Händler allerdings schon festgelegt zu haben, dass es nicht zu einem Brexit kommen wird. Zumindest legten die Börsen seit Freitag insgesamt und speziell auch die Ölnotierungen eine rasante Erholung aufs Parkett. So legten die Rohölleitorten BRENT und WTI zwischen Freitag- und Dienstagmorgen jeweils um 2,4 $/b zu und wurden somit am Dienstag bei 50,2 bzw. 49 Dollar/Barrel gehandelt.

Trotz des Stimmungswechsels an den Börsen wird die Abstimmung Großbritanniens zum Verbleib in der Europäischen Union in dieser Woche im Fokus des Ölmarktes bleiben. Sobald die Brexit-Befürworter wieder vor den Brexit-Ablehnern liegen sollten, wird dies erneut dazu führen, dass sich Händler aus riskanteren Anlagen zurückziehen werden, was wieder zu fallenden Ölpreisen führen würde. Insgesamt muss in dieser Woche wohl mit einem recht schwankungsanfälligen Kursverlauf gerechnet werden. Dies gilt auch für den Währungsmarkt, wo der zuletzt erstarkte Dollar aktuell wieder etwas an Wert gegen den €uro einbüßt. Zurzeit fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise in dieser Woche somit eindeutig schlecht aus. Autofahrer sollten sich daher in den kommenden Tagen auf steigende Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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