Kraftstoffpreise weiterhin im Abwärtstrend

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die deutschen Autofahrer haben zurzeit wirklich Grund zur Freude, denn auch in dieser Woche setzte sich der Rückgang der Kraftstoffpreise weiter fort. So konnte man zum Start der aktuellen Wochen zu den besten Tankzeitpunkten bereits an über 100 Tankstellen Diesel für 86,9 Cent/Liter tanken und an über 200 Tankstellen lagen die Benzinpreise bei 1,12 €uro/Liter. Die Durchschnittspreise für Diesel und Benzin sanken zum Wochenbeginn um weitere gut 0,8 Cent/Liter. Mit dem heutigen Preisrückgang sind die gemittelten Diesel- und Benzinpreise somit seit Jahresbeginn um insgesamt 5,5 bzw. 4,8 Cent/Liter gefallen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich entsprechend auf aktuell über 26 Cent/Liter vergrößert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,984 €uro je Liter
- Super: 1,246 €uro je Liter
- E10: 1,228 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,869 €/l zu 1,169 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,129 €/l zu 1,439 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,109 €/l zu 1,419 €/l (+ 31 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Gestern warnte die Internationalen Energieagentur (IEA) in ihrem jüngsten Monatsbericht davor, dass der Ölmarkt im derzeitigen Überangebot zu "ertrinken" drohe und sieht massive Probleme beim Abbau des derzeitigen Überschusses am Ölmarkt. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht im Ölpreisverfall eher ein Problem für die Weltwirtschaft und hat seine Wachstumsprognose für die globale Wirtschaft um 0,2 Prozent gesenkt. Von politischer Seite werden zudem bedenken laut, dass die extrem niedrigen Ölpreise zu Instabilität in stark vom Ölexport abhängigen Ländern führen.

Das bestimmende Thema am Ölmarkt bleibt jedoch die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran vom vergangenen Wochenende. Weil der Iran seine Ölexporte schnell ausweiten möchte, wird die bestehende Überversorgung des Weltölmarktes weiter zunehmen. Der Druck auf die Ölpreise wird daher in den kommenden Wochen eher stärker als schwächer werden. Zumindest wird das weiter steigende Angebot einer nennenswerten Preiserholung bis auf weiteres entgegenstehen. Am Ölmarkt wird zurzeit diskutiert welche Mengen der Iran liefern kann und wie schnell das Land dazu in der Lage ist. In diesem Zusammenhang gehen Analysten davon aus, dass der Iran über Rohöllagerbestände von bis zu 14 Mio. Barrel verfügen soll, die sofort exportiert werden könnten.

Nach einer kurzen Erholung am Montag gerieten die Ölpreise daher gestern wieder unter Druck. Besonders die US-Sorte WTI gab wieder deutlich nach und wurde am Mittwochmorgen nur bei 27,6 Dollar/Barrel gehandelt. Auch die europäische Leitsorte BRENT setzte wieder zum Sinkflug an und notierte am Mittwochmorgen mit 28,1 Dollar/Barrel klar unter der 30-Dollar-Marke. Da zudem der €uro gestern deutlich gegen den US-Dollar zulegen konnte, fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise wieder mal sehr positiv aus. Autofahrer können sich daher im Wochenverlauf wohl auf weiter sinkende Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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