Kraftstoffpreise weiterhin auf Talfahrt

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Seit Beginn dieser Woche hat sich der Abwärtstrend der Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen beschleunigt. So gaben die Dieselpreise in dieser Woche um weitere zwei Cent je Liter nach und die Benzinpreise gingen um rund 3,2 Cent je Liter runter. Mit dem heutigen Preisrückgang sind die gemittelten Dieselpreise in den letzten 6 Wochen um insgesamt rund 8 Cent je Liter gesunken. Im gleichen Zeitraum sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) um knapp 13 Cent je Liter gefallen.

Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich daher auf rund 26 Cent/Liter verringert, befindet sich damit aber immer noch auf einem ordentlichen Level. Auf dem Kraftstoffmarkt ist zurzeit besonders auffällig, dass der Unterschied zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen extrem anwächst und aktuell bei rund 40 ct/l liegt. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die teuersten Spritpreise eines Tages bei allen Tankstellen seit rund einem Monat gleich geblieben sind. Dafür haben sich die niedrigsten Spritpreise des Tages bei Diesel im Schnitt um 4 Cent/Liter verringert und bei den Benzinpreisen ging es sogar um massive 10 Cent/Liter runter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,132 €uro je Liter
- Super: 1,393 €uro je Liter
- E10: 1,374 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,399 €/l (+ 39 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,649 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,229 €/l zu 1,629 €/l (+ 40 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem die Rohölpreise zum Wochenstart auf den niedrigsten Stand der vergangenen sechseinhalb Jahre gefallen waren, konnten sie den massiven Preissturz der letzten Wochen vorerst stoppen und sogar leicht zulegen. Dennoch liegen der OPEC-Basketpreis und auch die US-Hauptsorte WTI weiterhin bei extrem niedrigen rund 40 $/b. Auch die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT stieg auf den heutigen Mittwoch um geringe 0,4 $/b an und notierte am Morgen bei 43,4 Dollar/Barrel.

Der Grund für die leichte Erholung bei den Ölpreisen kommt von der Entspannung an den Finanzmärkten. Nachdem China gestern überraschend die Leitzinsen gesenkt hatte um der aktuellen Konjunkturflaute entgegenzuwirken, fingen sich die Aktionmärkte weltweit, so dass Börsenhändler heute von einer zuvor übertrieben Reaktion auf die schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten sprachen. In den kommenden Tagen kann nun jedoch mit einer weiteren Erholung am Ölmarkt gerechnet werden, auch weil sich die Ölpreise, trotz massiver Überversorgung, zurzeit auf einem extrem niedrigen Level befinden.

Vom Devisenmarkt kamen gestern keine guten Nachrichten. Hier fiel der €uro erwartungsgemäß gegen den Dollar zurück, nachdem er zuvor etwas überraschend auf ein Jahreshoch in 2015 geklettert war. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Spritpreise ausnahmsweise nicht so gut aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf stabile Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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