Kraftstoffpreise weiter im freien Fall

Benzinpreise - Entwicklung

Die Entwicklung der Kraftstoffpreise wird entscheidend von der aktuellen Situation am Rohölmarkt beeinflusst. Selbst von erfahrenen Marktteilnehmern wird die aktuelle Lage am Ölmarkt als chaotisch beschrieben, da die Notierungen Anfang der Woche auf ein Preisniveau abgesackt sind, das im aktuellen Jahrtausend noch nicht vorhanden war. Die Auswirkungen sind anhand von weiter sinkenden Diesel- und Benzinpreise aktuell auch immer deutlicher für Deutschlands Autofahrer zu spüren.

Seit Dienstagnachmittag ist am Rohölmarkt jedoch eine Trendwende erkennbar, die kurzfristig auch zu wieder steigenden Preisen an den heimischen Zapfsäulen führen könnte.  In den letzten beiden Tagen haben die Rohölpreise jeweils um mehr als 30 Prozent zugelegt. Während in der Vergangenheit die Auswirkungen unmittelbar am Heizölmarkt zu erkennen waren, ist der aktuelle Preisanstieg von vier Prozent diesmal erst mit einer leichter Verzögerung bei den Heizölpreisen angekommen.

Sowohl die Benzinpreise mit 1,124 (E10) €uro/Liter bzw. 1,152 €uro/Liter (E5) €uro/Liter, als auch der gemittelte Dieselpreis mit 1,028 €uro/Liter haben gestern die jüngsten Langzeittiefs nochmals unterschritten. Aktuell fällt deutlich auf, dass es sich besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Die Preisschwankungen, die sich zwischen den Tankstellen innerhalb eines Tages ergeben, belaufen sich je nach Kraftstoffart aktuell auf bis zu 54 Cent/Liter.

Trotz der deutlichen Aufwärtsbewegung am Ölmarkt, sollten Autofahrer die aktuelle Situation nicht überbewerten. Neben fehlenden preistreibenden Impulsen, hat die Erfahrung der letzten Wochen und Monate mehrmals gezeigt, dass vorherige Aufwärtsbewegungen innerhalb kürzester Zeit wieder ausgeglichen wurden. Aktuell sollte also davon ausgegangen werden, dass vergleichbare Preissteigerungen innerhalb weniger Tage bei den Kraftstoffpreisen eher unwahrscheinlich sind.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,028 €uro je Liter
- Super: 1,152 €uro je Liter
- E10: 1,124 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,909 €/l zu 1,389 €/l (+ 48 ct/l)
- Super: 1,009 €/l zu 1,539€/l (+ 53 ct/l)
- E10: 0,979 €/l zu 1,519 €/l (+ 54 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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