Kraftstoffpreise weiter gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf sind die Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen weiter gefallen. Sowohl die Benzinpreise wie auch die Dieselpreise gaben um weitere knapp 0,7 Cent/Liter nach. Dementsprechend liegt der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER unverändert bei rund 29 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den teuersten und den günstigsten Tankstellen wächst stetig an. Mit derzeit 32 ct/l bei den Benzinpreisen und 35 ct/l bei Diesel lohnt es sich immer mehr darauf zu achten zur welcher Uhrzeit man welche Tankstelle ansteuert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,178 €uro je Liter
- Super: 1,469 €uro je Liter
- E10: 1,449 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,329 €/l zu 1,649 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,309 €/l zu 1,629 €/l (+ 32 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Nachdem die Rohölpreise in den letzten zwei Tagen geklettert sind, sah es gestern zunächst so aus als würde sich der Preisanstieg fortsetzen. Denn aus den USA wurden recht gute Konjunkturdaten und gleichzeitig eine Abnahme bei den Öllagerbeständen gemeldet. Außerdem erwarten einige Analysten immer noch einen Rückgang der US-Schieferölförderung, welcher bislang ausgeblieben ist. Dies Nachrichten vom, für den Weltölmarkt enorm wichtigen US-Markt, stützten die Ölnotierungen zunächst.

Doch als dann schwache Konjunkturdaten aus China kamen und der OPEC-Generalsekretär Abdullah al-Badri bei einem Besuch in Moskau erneut bestätigte, dass die OPEC auf keinen Fall ihre Förderquoten senken will, übte dies Druck auf die Ölpreise aus. Zwar wird die innerhalb der OPEC festgelegte Fördermenge von 30 Mio. Barrel pro Tag permanent überschritten, dennoch sehen die großen OPEC-Mitglieder keine Handlungsnotwendigkeit. Daher gab die europäische Leitsorte BRENT ihre gestrigen Gewinne wieder ab und gab um rund 0,5 $/b nach. BRENT wurde somit am Freitagmorgen wieder bei 53,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Ein weiterer Grund für den Rückgang der Rohölpreise kam vom Devisenmarkt. Hier legte die Ölwährung Dollar gegen den €uro zu und drückte somit auf die Nachfrage im Euroraum. Dies führt einerseits zu Preisrückgängen der in Dollar gehandelten Ölnotierungen, sorgt aber aufgrund des Wechselkurses gleichzeitig dafür, dass Öl im €uro teurer wird. Daher fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt insgesamt neutral aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende wohl auf stabile bis leicht steigende Diesel- und Benzinpreisen an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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