Kraftstoffpreise über das Wochenende deutlich gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am vergangenen Wochenende haben die durchschnittlichen Dieselpreise zum ersten Mal in diesem Jahr die 1,05 €/Liter überschritten und auch die Benzinpreise sind auf den höchsten Stand seit Mitte Februar geklettert. Zwar gaben die Kraftstoffpreise am Montag wieder etwas nach, dennoch sind sie im Vergleich zum vergangenen Donnerstag insgesamt massiv angestiegen. Besonders deutlich spüren zurzeit Dieselfahrer die kräftigen Preisanstiege an den deutschen Tankstellen. So liegt der durchschnittliche Preis für Diesel bereits den gesamten März über einem €uro und ist seit Beginn des Monats um gut vier Cent je Liter gestiegen. Im Vergleich dazu fiel der Anstieg bei den Benzinpreisen mit gut zwei Cent je Liter relativ gering aus.

Auffällig bleibt, dass sich die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen seit rund einer Woche auf bis zu 36 Cent/Liter erhöht hat. Dies ist darauf zurückzuführen, dass trotz der im Durchschnitt gestiegenen Spritpreise, die im Tagesverlauf günstigsten Preise an den heimischen Tankstellen gleich geblieben sind und sich nur die teuersten Preise erhöht haben. Wer also zurzeit darauf achtet, wann er welche Tankstelle ansteuert, der kann die jüngsten Preisanstiege umgehen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,046 €uro je Liter
- Super: 1,243 €uro je Liter
- E10: 1,222 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,939 €/l zu 1,269 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,119 €/l zu 1,479 €/l (+ 36 ct/l)
- E10: 1,099 €/l zu 1,459 €/l (+ 36 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Aufgrund der zuletzt stark von Spekulationen getriebenen Ölpreise bleibt die Stimmung am Ölmarkt weiterhin schwankungsanfällig. Zwar haben sich die fundamentalen Marktdaten kaum verändert, da aber viele Händler zurzeit auf steigende Ölpreise setzen und die Ölpreise auf breiterer Front stützen, entwickelt sich zurzeit ein leichter Aufwärtstrend am ansonsten nachrichtenarmen Ölmarkt. Außerdem sorgte der zuletzt schwächere Dollarkurs dafür, dass außerhalb des Dollarraums zumindest die Nachfrage im Handel gestiegen war. Und obwohl sich die US- Schieferölförderung seit langem sehr viel robuster zeigt als von vielen Analysten vorhergesagt, setzen Börsenhändlern zurzeit auf eine fallende Ölproduktion in den USA, weil sich der Druck auf die amerikanische Schieferölindustrie weiter erhöht hat und daher bei anhaltend niedrigen Ölpreisen von einer Pleitewelle ausgegangen wird.

Nachdem die Rohölpreise am Freitag und auch zum Start der aktuellen Woche zunächst nachgegeben hatten, scheint die Stimmung der Börsenakteure nun wieder zu drehen. So kletterten die Rohölpreise im gestrigen Handelsverlauf auf ein neues Jahreshoch. Besonders die US-Sorte WTI legte mit 2,8 $/b gestern kräftig zu. Da die europäische Rohölsorte BRENT auf den heutigen Dienstag nur um 0,8 $/b anstieg, notierten die beiden Leitsorten am Dienstagmorgen gleichauf bei knapp 41,7 Dollar/Barrel und somit beide auf dem höchsten Stand seit Anfang Dezember.

Da sich der €uro in den letzten Tagen recht stabil bei über 1,12 Dollar/€uro gehalten hat, schlagen die gestiegen Rohölpreise vollständig in den Kraftstoffpreisen nieder. Daher sollten sich Autofahrer in den kommenden Tagen auf weiter steigende Spritpreisen an den heimischen Zapfsäulen einstellen. Besonders über das lange Osterwochenende muss mit deutlich anziehenden Diesel- und Benzinpreise gerechnet werden.

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