Kraftstoffpreise steigen trotz fallender Ölpreise

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Trotz Brexit und einem Einbruch der Rohölpreise um rund neun Prozent sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen am vergangenen Wochenende weiter gestiegen. Zwar gaben die Diesel- und Benzinpreise zum Start der neuen Woche etwas nach, insgesamt ist zwischen Donnerstag und Montag dennoch ein Anstieg um gut 0,2 Cent/Liter feststellbar. In den kommenden Tagen kann jedoch mit nachgebenden Spritpreisen gerechnet werden.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,124 €uro je Liter
- Super: 1,356 €uro je Liter
- E10: 1,337 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,299 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,249 €/l zu 1,539 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,229 €/l zu 1,519 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Auf den heutigen Dienstag haben die Rohölleitsorten BRENT und WTI erneut leicht nachgegeben. Die US-Sorte WTI ging um 0,3 $/b zurück und stand am Morgen bei 47,2 Dollar/Barrel. Die europäische Leitsorte BRENT sank um weitere 0,5 $/b und notierte am Dienstagmorgen bei 47,9 Dollar/Barrel. Auch wenn sich die zum Wochenbeginn wieder stabilisiert haben, so sind die Rohölpreise nach dem Brexit insgesamt um rund neun Prozent gefallen und es gibt zurzeit wenige Argumente die für steigende Ölpreise sprechen.

Kurz nach dem Brexit fielen die Reaktionen an den Börsen heftig aus, waren aber nur von kurzer Dauer. Wohl auch weil der Brexit, trotz des Referendums doch noch nicht zu 100% sicher zu sein scheint und weil noch völlig offen ist wie die künftigen Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien aussehen werden, wenn es zum Brexit kommt. Insgesamt herrscht an den Börsen daher zurzeit eine große Unsicherheit, die durch die aktuelle Verzögerungstaktik der britischen Regierung noch verstärkt wird. Anleger zeihen sich daher aktuell weiter aus riskanteren Anlagen, zu denen auch Rohöl gehört, zurückgezogen, was zu fallenden Ölpreisen geführt hat. Zudem hat der US-Dollar von der entstandenen Unsicherheit im Euroraum profitiert, so dass der daher erstarkte Dollar die Rohölpreise ebenfalls belastet. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise in dieser Woche somit eindeutig verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher in den kommenden Tagen über fallende Kraftstoffpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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