Kraftstoffpreise sinken weiter

Benzinpreise - Entwicklung

Das Coronavirus hat seit Jahresbeginn die Entwicklung an den Finanzmärkten entscheidend beeinflusst. Von der über Wochen anhaltenden Abwärtsbewegung zu Jahresbeginn, konnte sich die Rohölpreise vergleichsweise schnell erholen. Doch die damaligen Preisrückgänge sind mit der aktuellen Entwicklung kaum zu vergleichen. Denn nach einem der größten Preisstütze in der Geschichte, kam es letzte Woche zu massiven Preisrückgängen von bis zu 30 Prozent.

Wie bereits mehrmals beschrieben, sind die Auswirkungen an den Finanzmärkten meist nicht direkt an den heimischen Zapfsäulen spürbar. So auch zuletzt, als die Kraftstoffpreise am Montag nahezu unbeeindruckt auf Vortagesniveau verblieben. Der Effekt der massiv gesunkenen Notierungen am Ölmarkt, kam erst mit leichter Verzögerung am Kraftstoffmarkt an. Die Rückgänge der Diesel- und Benzinpreise sind seitdem als konstant zu bezeichnen und nicht als Preissturz, wie bei den Notierungen.

Während sich bereits Ende Februar ein deutlicher Preisrückgang bei allen drei Kraftstoffsorten als Auswirkung der wirtschaftlichen Folgen des Corona-Virus andeutete, wurde der Abwärtstrend durch den Preisrutsch von letzter Woche nochmals verstärkt. Nach der jüngsten Entwicklung am Kraftstoffmarkt, haben die meisten Fahrzeugbesitzer mit Ottomotoren das Langzeithoch von vor drei Wochen wohl schon wieder vergessen.

Die aktuellen Preisentwicklungen sind in unserem Preischart sehr gut abzulesen, da alle drei Kraftstoffsorten erst gestern neue Langzeittiefs erreicht haben. Der gemittelte Dieselpreis ist zuletzt auf einen Stand von 1,138 Cent/Liter gesunken, sodass seit Ende Februar ein Minus von mehr als 10 Cent/Liter festzustellen sind. Übertroffen wird das Minus des Diesels jedoch noch von den Preisrückgängen von jeweils rund 12 Cent/Liter bei den beiden Benzinsorten.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,140 €uro je Liter
- Super: 1,303 €uro je Liter
- E10: 1,274 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,499 €/l (+ 47 ct/l)
- Super: 1,169 €/l zu 1,649€/l (+ 48 ct/l)
- E10: 1,139 €/l zu 1,619 €/l (+ 48 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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