Kraftstoffpreise klettern auf 12-Wochenhoch

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem es am Ölmarkt bis Ende April zu einem regelrechten Verfall der Rohölpreise kam, folgte in den letzten sechs Wochen eine nahezu konstante Erholungstour. In unserem oberen Preis-Chart ist klar erkennbar, dass auch die heimischen Kraftstoffpreise in den zurückliegenden Wochen und Monaten eine vergleichbare Entwicklung genommen haben. An der parallelen Entwicklung wird die unmittelbare Abhängig bzw. die Koppelung der Kraftstoffpreise an den internationalen Ölmarkt deutlich.

Die Koppelung an den Ölmarkt hat in der Vergangenheit auch beim heimischen Heizölpreis häufig zu identischen Preisbewegungen gesorgt. Unsere Redaktion konnte bei der Prüfung unserer Statistiken feststellen, dass eine konträre Entwicklung von Rohöl- und Heizölpreisen häufiger vorkommt, als zunächst von uns erwartet. Als außergewöhnlich sollte daher eher die Preisentwicklung in den ersten beiden Mai-Wochen bezeichnet werden, da hier die entgegengesetzte Entwicklung fast zwei Wochen lang konstant anhielt.

Mit Blick in unsere Statistiken konnte eine konträre Entwicklung über einen vergleichbaren Zeitraum bei den Kraftstoffpreisen in letzten Jahren nicht festgestellt werden. Auch wenn eine entgegengesetzte Preisbewegung durchaus auch bei den Benzin- und Dieselpreisen vorkommt, ist diese häufig auf eine kurzfristige Verzögerung zurückzuführen. So auch aktuell, da die Preise aller drei Kraftstoffsorten trotz zuletzt deutlich sinkender Rohölpreise, am Aufwärtstrend der letzten Wochen festhalten.

Während sich die Lage am Rohölmarkt aufgrund von gleich mehreren Effekten weiter zuspitzt und die Notierungen heute schon den dritten Tag in Folge nachgeben, ist eine Abwärtsbewegung bei den Kraftstoffpreisen nicht ersichtlich. Beim gemittelten Dieselpreis ist seit Anfang Mai ein Plus von 4,9 Cent/Liter auf 1,077 €uro/Liter ablesbar, wohingegen die Aufwärtsbewegung mit 9,6 Cent/Liter bei den Benzinsorten auf 1,226 (E10) €uro/Liter bzw. 1,254 €uro/Liter (E5) fast doppelt so hoch ausfällt. Es bleibt abzuwarten, ob die sinkenden Preise des Ölmarktes zeitnah auch an der Zapfsäule ankommen.

Unabhängig davon, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbe- kommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,077 €uro je Liter
- Super: 1,254 €uro je Liter
- E10: 1,226 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959€/l zu 1,399€/l (+ 44 ct/l)
- Super: 1,119€/l zu 1,569€/l (+ 45 ct/l)
- E10: 1,099€/l zu 1,539 €/l (+ 44 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück