Kraftstoffpreise setzen Aufwärtstrend fort

Benzinpreise - Entwicklung

Aufgrund der weltweiten Corona-Krise kam es am internationalen Ölmarkt bis Ende April zu nahezu konstant sinkenden Rohölpreisen. Die Kombination aus dem aus der Krise resultierenden globalen Nachfragerückgang und einem zwischenzeitlichen Überangebot am Rohölmarktes mit „billigem Öl“, hat jedoch nicht nur die Rohölpreise auf immer neue Tiefststände sinken lassen. Auch die heimischen Heizölpreise und die Preise aller drei Kraftstoffsorten kannten bis vor Kurzem nur den Weg nach unten.

Während bei den heimischen Heizölpreisen in der Vergangenheit die unmittelbare Verbindung zum Rohölmarkt anhand von nahezu identischen Preis- verläufen ersichtlich war, haben sich die Heizölpreise in den ersten beiden Mai-Wochen abgekoppelt und entwickelten sich konträr zu den Notierungen. Ungewohnt war jedoch nicht die Tatsache der entgegengesetzten Entwicklung an sich, sondern der lange Zeitraum von mehr als zwei Wochen.

Bei den Kraftstoffpreisen hingegen war zu keinem Zeitpunkt eine Abkoppelung ersichtlich. Im oberen Preis-Chart ist gut zu erkennen, dass die Kraftstoff- preise den eindeutigen Vorgaben des Rohölmarktes bis Ende April abwärts gefolgt sind und sie erst vor rund fünf Woche in die Aufwärtsbewegung zurückgefunden haben. Aufgrund der Einigung des OPEC+ Verbandes auf eine Verlängerung der Fördermengen-Drosselung ist davon auszugehen, dass die aktuelle Auf- wärtsbewegung auch weiterhin anhält.

Die anhaltende Aufwärtsbewegung wird auch anhand der jüngsten Preissteigerungen deutlich. Abgesehen von einer vorübergehenden geringen Abwärts- korrektur vor gut einer Woche, sind alle drei Kraftstoffsorten in den zurückliegenden Wochen konstant gestiegen. Während bei dem gemittelten Dieselpreis seit Anfang Mai ein Plus von 3,9 Cent/Liter auf 1,067 €uro/Liter vorhanden ist, fällt die Preis- steigerung mit jeweils 8,3 Cent/Liter bei den Benzinsorten auf 1,213 (E10) €uro/Liter bzw. 1,240 €uro/Liter (E5) mehr als doppelt so hoch aus.

Dennoch bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Preisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,067 €uro je Liter
- Super: 1,240 €uro je Liter
- E10: 1,213 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,949 €/l zu 1,419 €/l (+ 47 ct/l)
- Super: 1,079 €/l zu 1,609€/l (+ 53 ct/l)
- E10: 1,049 €/l zu 1,579 €/l (+ 53 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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