Kraftstoffpreise setzen Aufwärtsbewegung fort

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem es am internationalen Ölmarkt in Folge der anhaltenden Corona-Pandemie und den daraus resultierenden wirtschaftlichen Auswirkungen bis Ende April zu einem regelrechten „Verfall“ der Ölpreise kam, folgte zuletzt eine Erholung der Ölpreise. Während neben dem Ölpreis auch die Aktienkurse an den Finanzmärkten von der Erholungstour profitieren, blieb der Einfluss auf die Heizölpreise aus, sodass sich diese bis heute in einem Abwärtstrend befinden.

Heizölverbraucher können sich jedoch nicht nur über den anhaltenden Trend freuen, denn darüber hinaus führt ein aktueller Preisrutsch dazu, dass die Heizölpreise auf den niedrigsten Stand seit April 2016 gefallen sind. Eine vergleichbare Preisentwicklung konnte bei den heimischen Diesel- und Benzinpreisen bereits deutlich früher festgestellt werden. Obwohl die Auf- und Abbewegungen des Weltmarktes häufig erst mit leichter Verzögerung am Kraftstoffmarkt ankommen, wird die Abhängigkeit anhand des jüngsten Preisanstieges recht deutlich.

Während bei den Heizölpreisen weiterhin keine Bodenbildung zu sehen ist und die Preise immer weiter nachgeben, kommt es bei den Diesel- und Benzinpreisen seit gut zwei Woche zu einer Stabilisierung. Der gemittelte Dieselpreis stieg in diesem Zeitraum um deutliche 1,2 Cent/Liter auf 1,041 Cent/Liter, jedoch fällt diese Preissteigerung in unserem Preis-Chart kaum auf. Im Gegensatz dazu ist das Plus von jeweils als 3,6 Cent/Liter bei den Benzinpreisen deutliche besser zu erkennen.

Durch den Preisanstieg erreichen die Benzinpreise mit 1,160 (E10) €uro/Liter bzw. 1,188 €uro/Liter (E5) das höchsten Niveau der letzten vier Wochen. Anhand der aktuellen Entwicklung der Preise sind zwei Besonder- heiten zu erkennen. Anders als in den Wochen zuvor, als die Preisebewegungen unabhängig der Sorten fast identisch waren, ist das aktuelle Plus der Benzinsorten im Vergleich zum Diesel fast drei Mal so hoch. Darüber hinaus ist aktuell auffällig, dass sich nach der Annäherung auf rund acht Cent/Liter Mitte April, der Abstand aktuell wieder auf 12 Cent vergrößert hat.

Trotz weiter steigender Preise, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Auch nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann wieder spürbar an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,041 €uro je Liter
- Super: 1,188 €uro je Liter
- E10: 1,160 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,389 €/l (+ 46 ct/l)
- Super: 1,049 €/l zu 1,539€/l (+ 49 ct/l)
- E10: 1,019 €/l zu 1,519 €/l (+ 50 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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