Kraftstoffpreise setzen Anstieg fort

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach dem leichten Rückgang zur Wochenmitte, haben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen im weiteren Wochenverlauf wieder zugelegt. So stiegen die durchschnittlichen Benzinpreise trotz des zwischenzeitlichen Rückgangs in dieser Woche in Summe um knapp einen Cent je Liter an. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel ist leicht gesunken auf nunmehr unter 23 Cent/Liter. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit 28 Cent/Liter derzeit sehr hoch, so dass es sich zurzeit besonders lohnt darauf zu achten wann und wo man tankt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,270 €uro je Liter
- Super: 1,497 €uro je Liter
- E10: 1,479 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,419 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,639 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,619 €/l (+ 28 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Kraftstoffpreise wurden zuletzt durch den anhaltenden und spekulationsbedingten Aufwärtstrend der Rohölpreise weiter nach oben gezogen. Dieser Aufwärtstrend wurde nun jedoch ersteinmal unterbrochen, da einige Spekulanten ihre Gewinne der vergangenen Tage mitnahmen und Ölkontrakte abstießen. Dies ließ die europäische Rohöl-Leitsorte in den letzten zwei Tagen um rund drei Dollar je Barrel sinken, so dass BRENT am Freitagmorgen bei mit 65,4 $/b notierte.

Nun keimt wieder die Hoffnung auf, dass es zur überfälligen und fast schon abgeschriebenen Down-Korrektur der Rohölpreise kommen könnte und der Ölmarkt die seit Wochen preisdrückenden Meldungen über OPEC-Förderanstiege und Rekordzahlen bei den US-Öllagerbeständen nicht weiter ignoriert. In der kommenden Woche wird sich zeigen ob der Ölmarkt an Attraktivität für Kapitalanleger verliert. Wenn ja, dann könnten weitere Preisrückgänge folgen. Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von gute US-Arbeitsmarktzahlen, so das der €uro gegen den Dollar an Wert verlor.

Dennoch fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe positiv aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen dürfen. Besonders die Benzinpreise bedürfen einer Korrektur nach unten.

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