Kraftstoffpreise nahezu unverändert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben sich zum Wochenstart kaum verändert. Daher liegt auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel weiterhin bei gut 25,5 Cent/Liter. Auffällig bleibt die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen. Mit einem Preisunterschied von bis zu 29 Cent/Liter lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,240 €uro je Liter
- Super: 1,496 €uro je Liter
- E10: 1,477 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,409 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,669 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,649 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Beginn der Woche sah es am Ölmarkt zunächst so aus als ob sich ein anhaltender Abwärtstrend etablieren würde. Dieser wurde jedoch auf Mittwoch vorerst unterbrochen, da die europäische Leitsorte BRENT um rund 0,9 $/b zulegte und somit am Morgen bei 62,9 Dollar/Barrel gehandelt wurde. In den kommenden Tagen sind die Aussichten jedoch recht gut, dass die Abwärtsbewegung wieder aufgenommen wird. So werden die Rohölpreise wohl nicht weiter nach oben ausbrechen, da die letzten Meldungen eindeutig Druck auf die Ölpreise ausüben werden.

Zum einen sind die US-Öllager laut vorläufigen Daten um rund 2,5 Mio. Barrel gestiegen, obwohl zuvor ein Rückgang erwartet wurde. Darüberhinaus sieht es bei den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm so aus als ob sich die Verhandlungspartner bis zum 07. Juli tatsächlich auf ein bindendes Abkommen verständigen könnten. Sollte dieses dann auch ein sofortiges Ende der gegen den Iran verhängten Handelssanktionen beinhalten, würde auch das Ölembargo der EU aufgehoben und der Iran könnte wieder mehr Öl exportieren. Dies würde das Angebot auf dem bereits überversorgten Weltölmarkt spürbar erhöhen und drückt daher die Ölpreise. Am Devisenmarkt zeigt sich der €uro auffällig unbeeindruckt von der Griechenlandkrise und hält sich stabil gegen Öl-Währung Dollar.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit tendenziell positiv aus und Autofahrer dürfen sich im weiteren Wochenverlauf wohl auf leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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