Kraftstoffpreise nach dem Wochenende gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen zum Wochenstart wieder nachgeben. Hierbei sanken die Benzinpreise mit im Durchschnitt gut 0,4 ct/l weniger deutlich wie die Dieselpreise, die um knapp 0,8 Cent/Liter zurückgegangen waren. Durch den schwächeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel wieder über unter 22 Cent/Liter geklettert. Auffällig bleibt weiterhin die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen. Mit einem Preisunterschied von bis zu 29 Cent/Liter lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,264 €uro je Liter
- Super: 1,487 €uro je Liter
- E10: 1,469 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,419 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,639 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,619 €/l (+ 28 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Im vergangenen Jahr ist die weltweite Ölförderung um rund vier Prozent angestiegen. Die Hälfte davon entfällt auf OPEC-Länder und knapp ein Viertel auf die USA. Dies zeigt welche Länder bzw. Organisationen das Angebot auf dem Weltölmarkt derzeit hoch halten und unterstreicht den viel zitierten Preiskampf der OPEC gegen die US-Schieferölförderung um Marktanteile. Einen Gewinner gibt es bei diesem Kampf derzeit noch nicht, da wohl beide Seiten mit einem Ölpreis auf dem jetzigen Niveau arbeiten können.

Dementsprechend könnten die Ölpreise weiter nachgeben, bis die Ausbeutung einiger Ölfelder nicht mehr rentabel ist und sich hierdurch das Angebot der Nachfrage anpasst. Das Problem ist jedoch, dass der Ölpreis an den Börsen nicht mehr durch das simple Angebots-Nachfrage-Verhältnis bestimmt wird und das andere Faktoren einen immer gewichtigeren Stellenwert einnehmen. Dennoch weisen zurzeit einige Faktoren darauf hin, dass die seit Wochen vorherrschende bullische Grundstimmung am Ölmarkt Risse aufweist. So sank die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um weitere 1,7 $/b nachdem sie auf Dientsag bereits um 0,7 $/b gesunken war. Am Mittwochmorgen notierte BRENT somit bei 64,5 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt brach der €uro regelrecht gegen die Öl-Währung Dollar ein und brachte somit leider preistreibende Impulse für die Spritpreise. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise aber tendenziell preisrückend aus. Daher können sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl über nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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